Dienstag, 5. Januar 2010

Mein Ziel

Davon habe ich ja hier noch gar nichts erwähnt.
Natürlich habe ich ein Ziel, um das bis zum Ende durchzuziehen. Und es wird auch ein "Endprodukt" geben, das das Ziel dokumentiert und hier veröffentlicht werden wird:

Mit Stöckelschuhen auf dem Gipfel :-)

Natürlich mache ich das in allererster Linie, um wieder schmerzfrei durch´s Leben gehen zu können. Das ist der Grund, weshalb ich mir das antue.

Und um das bis zum Ende durchzustehen und v.a. auch den Aufbau wieder hinzukriegen, gibt´s 2 Ziele:

1.: Berggehen.
2.: Stöckelschuhe anziehen ;-) (Ich hätte mir vor der OP fast noch ein Paar zu Motivationssteigerung gekauft. Daraus wurde leider nichts, sonst gäbe es jetzt hier ein Foto)

Daher wird mein Endprodukt sein: Ein Foto meiner selbst mit Stöckelschuhen auf einem Gipfel, der zumindest 2500m hoch liegen soll.

Wünscht mir Glück!

Medizinischer Verlauf

Falls es zu wenig rauskommt:

Rein medizinisch hatte ich bis dato absolut keine Probleme!

Ich hatte keinen einzigen Pininfekt - und das ist immerhin der größte Risikofaktor. Zumindest sollte ich mich laut den Ärzten darauf einstellen.
Wir hatten lediglich zweimal einen gröberen Verdacht. Aber mit Intensivierung der Wundreinigung konnten wir das jedesmal abwehren. Vielleicht lag es aber auch nur am Verlauf: das erste Mal trat es auf, als die Wunden durch das Auseinanderdrehen der Knochenteile schon sehr weit offen waren, das andere Mal, als ich mit der Physiotherapie begonnen hatte.

Ich finde jedenfalls, dass das eine ganz eine wichtige Message ist - eigentlich d i e Message, weshalb ich diesen Blog schreibe: um zu zeigen, dass das funktionieren kann. Zumindest mit dem Ringfixateur. Wenn man die Zähne zusammenbeißt und die Wundreinigung ernst nimmt, ist das tatsächlich eine sichere Methode und man kann wirklich auf Millimeter und Grad genau korrigieren.

Jetzt kommt´s eigentlich "nur" noch darauf an, zu zeigen, dass man danach auch wieder die volle Beweglichkeit erlangt...

"Wieder gehen lernen"

Ja, das hab´ ich schon gewusst, dass das kommen würde. Hört man oft genung und "weiß" es ja... Schön langsam krieg´ ich aber auch eine Vorstellung, w a s das heißen soll. Man hat ja überhaupt keine Ahnung, welche Muskeln da in welchem Ausmaß beteiligt sind, wenn man geht. Auf einem Bein steht usw. Nach der heutigen Physio-Stunde krieg´ ich jedenfalls schön langsam eine Ahnung, welche Muskeln bei mir in welchem Ausmaß degeneriert sind nach diesen 6 Monaten...

Und Bein abwinkeln ist sowieso das Gebot der Stunde. Dafür hat mir meine Physiotherapeutin ein paar Übungen mit Ball gezeigt und mein Mann hat mir heute einen mitgebracht. Der ist so "fetzig", dass ich ihn glatt fotografiert hab und hier gleich mal mal vorstelle. Wir werden schließlich noch viel Zeit miteinander verbringen ;-)



Auf den Bildern sieht man übrigens den maximalen Winkel, den ich derzeit zusammenbringe. Also über dem Ball am mittleren Bild "hängt" das Bein quasi frei h e r a b (!) ...

Samstag, 2. Januar 2010

Physiotherapie

Wie berichtet, habe ich mit der Physiotherpie begonnen. Genau gesagt am 7. Dezember. Bis jetzt war ich 4 Mal dort. Im Moment machen wir 1 Mal pro Woche eine halbe Stunde. Viel mehr hat mit dem Ding nicht viel Sinn, meint sie.

Bei der Physio vor Ort wird manuell gearbeitet. Da meine Muskeln von der Streckung sehr steif waren, war das Mal das Wichtigste, die wieder zu lockern. Zu Hause mache ich auch eher so Minimal-Übungen wie Muskeln anspannen und sowas. Mehr geht ja nicht.
Und ganz wichtig ist offenbar, die Kniescheibe wieder zu mobilisieren. Wenn die sich nicht rührt, rührt sich auch das Knie nicht. Von der hängt also die Biegsamkeit ab. Also da schieb´ ich auch selbst manuell ein wenig herum und jeder Millimeter ist da wichtig.

Wir haben sehr schnell Veränderungen bemerkt (weichere Muskeln und Biegsamkeit bzw. Kniescheibe) und meine Therapeutin hat auch gemessen. Zu Beginn der Therapie waren wir bei 20° Winkel, nach 3 Wochen schon auf 35° nach der Stunde. Solange der apparat drauf ist, wird eh nicht viel mehr gehen, aber man muss dran arbeiten, wieder alles zu mobilisieren.

Leider war ich in den letzten beiden Wochen sehr nachlässig diesbezüglich und das merke ich auch. Bin gespannt, was sie am Montag bei der nächsten Sitzung misst.
Ich hatte leider massive Wundprobleme in der letzten Zeit (über 1 Woche) und da konnte ich mich wieder nicht rühren, weil´s so weh tat... Und nach dem Kontrollbesuch und der Schraubenlockerung war auch mal Sendepause, daher dürft´ ich wieder einen Rückschritt gemacht haben. Zumindest schaut´s so aus, als ob ich wieder eher bei 20° bin...

Mir wurde da jedenfalls auch bewusst, dass das ein langer und harter Weg zurück werden dürfte...

Abnahme verschoben

Vor ein paar Tagen war der erwähnte Kontrolltermin.
Es hat sich herausgestellt, dass es doch nicht der letzte sein sollte.
Es war ausgemacht, dass an diesem Tag die Struts gegen andere Schrauben getauscht werden sollten und ein Abnahmetermin für den Jänner festgelegt werden sollte.
Leider hat mein Knochendurchbau da aber nicht mitgespielt.
An der Außenseite will das Knochenwachstum nicht so richtig "anspringen". Der Knochen hat sich zwar innen schon schön verdichtet, aber es reicht nicht, um den Apparat zu entfernen, weil dann die Bruchgefahr zu groß wäre. Im Moment trägt einen Großteil des Gewichts ja der Apparat und der Knochen ist in diesem Bereich nur zur Hälfte (an der Innenseite) vorhanden.

Hier eine Vorderansicht mit Vergleich vom 1.12. (li) und 28.12. (re):


Die Knochenverdichtung an der Außenseite sieht man aber an der Seitenansicht sehr schön (li: 1.12., re: 28.12.):


Die Struts wurden auch nicht getauscht, denn das müssen sie angeblich doch nicht, dafür hat mir mein Arzt die Struts aber um ein paar Millimeter zurückgedreht, was eine massive Lockerung bedeutete. Ich spürte es dann bei jedem Schritt im Oberschenkel rumoren. Da mir das recht große Knochen- und Muskelschmerzen bereitet hat, hat mein Mann dann eigenhändig wieder ein bisschen angeschrauft. Wir werden versuchen, das stufenweise umzustellen. Hat schließlich keinen Sinn, wenn ich mich dann wieder nicht bewege wegen der Schmerzen.

Und da hatte ich ohnehon schon wieder eine Woche wo gar nichts ging. Hatte ziemliche Wundprobleme. Gottseidank aber doch kein Pininfekt, immerhin. Das haben wir bis jetzt super im Griff.

Jedenfalls hat mir das natürlich einen schönen Dämpfer versetzt. Das Wundenstochern und Medikamenten-Essen könnte dann schön langsam mal wieder aufhören.

Ich versuch aber damit klarzukommen. Wird schon einen Sinn haben.

Ahja, so schaut die derzeitige Prognose aus:
Nächster Termin 26. Jänner. Da schauen wir mal, wie sich der Knochen bis dahin entwickelt hat. Allerfrühster Abnahmetermin nach derzeitigem Stand: Mitte Feber.
Worauf ich mich auch einstellen soll: Wenn der Knochen nicht "weitertut", habe ich folgende 2 Optionen: Das Ding so lange drauflassen, bis es soweit ist oder: eine Platte reinmachen, die den Knochen an der Außenseite stützt, bis er sich selber wieder gebildet hat. Das bedeutet natürlich eine weitere OP, wo der OS wieder aufgeschnitten werden muss und das Ding reingeschraubt wird... und dann nach ein paar Monaten wieder aufschneiden und rausnehmen...

Freitag, 4. Dezember 2009

Freude auf den Endspurt

Ich habe mich von der Enttäuschung meiner großen Hoffnungen erholt und freue mich nun auf den Endspurt.

Ich hab´ in meiner "Depro" vergessen zu erwähnen, dass ich ab sofort auch Physiotherapie bekommen kann. Habe soeben einen Termin ausgemacht und kann bereits am Montag losstarten.

Darauf freue ich mich nun schon sehr, das bedeutet sehr viel für mich...

Mittwoch, 2. Dezember 2009

News vom (vor-)letzten Kontrolltermin


Gestern war ich wieder bei meinem Arzt.

Ich gebe zu, ich hatte insgeheim schon gehofft, ich krieg das Gerät noch vor Jahresende raus. Deswegen bin ich heute noch ein wenig deprimiert, obwohl der Arzt selbst hochzufrieden ist. Das Knochenwachstum ist in seinen Augen sehr gut, und ich hab´ das in den letzten Wochen auch selber gespürt. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass der Knochen nun "aufgeschlossen" hat. Er hat sich auch sehr gut verdichtet, allerdings fehlt es an der Außenseite noch immer. Man sieht´s am Röntgenbild. Von der Seite sieht man aber auch die gute Verdichtung:

Weiterer Verlauf:
Mein Arzt hat mir gestern auch schon einmal die Schrauben gelockert. Ich darf und soll zumindest versuchen, bis zu 90% zu belasten (Krücken "verkehrt" halten oder zumindest immer mehr mit nur 1 Krücke gehen) und nach Möglichkeit immer mehr zu belasten und draufzusteigen.

Beim nächsten Termin, am 28.12.2009, werden dann die Schrauben zwischen den Ringen durch andere ersetzt, die mehr Bewegungs-Spielraum geben und damit das Bein daran gewöhnt wird, das Gewicht immer mehr selbst zu tragen.

Und schließlich soll da auch ein Termin für die Abnahme im Jänner festgelegt werden. Die wird bei mir wieder unter Vollnarkose vorgenommen.

Daumen halten für einen möglichst frühen Abnahmetermin.