Verlaufsprotokoll meiner Beinkorrektur im linken Oberschenkel in mehreren Achsen: Geradestellung des X-Knies um 6° plus Beinverlängerung am Oberschenkel um 3,5 cm. Wie geht das: Mit dem Taylor Spatial Frame = externer Ringfixateur, der mehrdimensionale Korrekturen graduell ermöglicht. OP: 30.Juni 2009, Abnahme: 15. März 2010 = 37 Wochen. Drehtage netto: 44. Fragen und Rückmeldungen gerne an beinkorrektur@gmx-topmail.de
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Dienstag, 26. April 2011
And now for something completely different
Mit Ende Dezember 2010 hab ich zum Klettern angefangen, seitdem gehe ich 2-3 Mal / Woche in die Halle. Wir haben eine ziemlich gut ausgebaute, große Kletterhalle hier in Graz und ich bin total süchtig :-) Richte alles mögliche nur mehr nach Klettern aus, vernachlässige diverse Freundschaften weil ich lieber Klettern gehe usw...
Technisch wird´s langsam besser, und neulich war ich auf meinem ersten Klettersteig. Wir waren zwar schon noch ein bisserl im "Reha-Tempo" unterwegs (6 Std. für eine 3,5 Std.-Tour), aber rein technisch und von den körperlichen Anforderungen her ganz o.k.
War neulich auf einem Tratscherl bei meiner Physiotherapeutin und meine Beugung ist nun bei guten 130° aktiv ohne Aufwärmung. Seit Jänner mach ich dazu aber nichts mehr, hab einfach überhaupt keinen Bock mehr, null Motivation da noch was zu machen - auch wenn ich gern mehr hätte natürlich. Dazu müsste ich aber mehrmals am Tag dehnen.
Mein Knie tut mir recht weh in letzter Zeit, es ist nun unklar, ob das wegen der doch recht intensiven Belastung ist, die ich ihm zukommen lass oder ob das mit den Läsionen zusammenhängt, die ich vor der OP schon hatte - wie beispielsweise einen Meniskuseinriss. Das ist jetzt nicht sehr beruhigend, aber ich mag auch nichts machen jetzt mal. Klettern ist wichtiger ;-)
Samstag, 18. Dezember 2010
Zeit wird´s... Rückblick und weitere Entwicklungen
Schon ein Zeiterl her, der letzte Eintrag.
Ich hab schon dran gedacht, das jetzt stillzulegen. Es ist eindeutig erkennbar, dass das Leben wieder Überhand nimmt und die Beinkorrektur "läuft" halt immer mehr so mit.
Aber ein bisserl dauert´s doch noch, bis ich meinen Final Eintrag hier machen kann, es gibt ja ein Ziel und das ist zumindest noch ein paar Monate entfernt...
Also wie lief´s dann weiter nach der Reha:
Die Reha hat einen super Schub gegeben, aber so die ersten 3-4 Wochen danach waren noch die Spuren des intensiven Trainings spürbar. Ich hatte schon Angst, dass da was verhauen worden ist, aber das ist normal (und es geht auch anderen so), also alle die es betrifft: Nicht verzagen!
Es folgte aber weiteres Dranbleiben mit Aufbautraining, die Stecken hab ich aber noch immer in der Stadt gebraucht. Aber ich hab ja auch ein bisserl erschwerende Bedingungen gehabt: Alter 34/35, 10 Monate schwere Medikamente, Physio erst nach 5 Monaten, maximaler Abbau aller Muskeln, Funktionen, Organismus, aber auch: sowas wie Gewöhnung an das alles, Angst wieder rauszugehen aus dem Ganzen, wieder ins volle "Leben" müssen mit all seinen Anforderungen. Hat sicher auch mitgespielt... Ich bin halt einfach schon zu alt für den Stuff (jetzt werd ich ja 36....) ;-)))
Bis ich GANZ "ohne" unterwegs war, hat das bei mir also alles in allem 14 Monate gedauert.
Im September war´s soweit.
Training, Training, Training
Wie berichtet, sollte ich ab Herbst ins Fitnessstudio gehen... Das ist halt so GAR nicht mein Ding. Ich hab echt recherchiert und mir das angeschaut, aber allein dass man da so Riesendinger braucht und mords Ausstattung und drumherum, das passt mir nicht. Ich konnt mich einfach nicht entscheiden, da dann auch noch mindestens einen 1-Jahresvertrag abzuschließen. Also hab ich erstmal zu Hause weitergemacht, (fast) jeden Tag, und 2x Physio/Woche und in der Praxis nach der Physio auch an den Geräten trainiert.
Nachdem ich dann irgendwann wiedermal mit meiner Therapeutin über die Fitnessstudio-Sache gesprochen hab, hat sie mir sowas wie den "Sanktus" gegeben, dass ich das eigentlich eh nicht unbedingt brauche.
Warum:
Next Steps - Nächste Ziele:
Wie schau´ ma aus:
Neulich war ich auch wieder mal in meinem guten alten Krankenhaus. Ich wollte sehen wie sich mein Knochen macht - eigentlich dachte ich tatsächlich dran, dass ich von meinem Doc den Sanktus krieg, dass ich mich noch heuer mal auf die Ski stellen kann... zumindest auf der Babypiste ;-))
Das war wohl doch ein bisserl zu ambitioniert :D:D:D So im Nachhinein wundert´s mich, dass er mich nicht lautschallend ausgelacht hat :D:D:D
Außerdem: Ich hab mich erst vor 2 Wochen beim "Seniorentraining" so übernommen, dass ich jetzt 2 Wochen außer Gefecht war weil ich SOO Fußweh hatte! Wahrscheinlich würd ich also nicht mal vom Auto zum Skilift kommen mit den schweren Skischuhen :D
Aber mei: Man kann sich die Ziele nicht hoch genug stecken! Sonst könn ma´s ja wohl gleich lassen... oder?! ;-)
Also so schau´ ma jetzt mal aus:

Aufnahmen jeweils 15.06. vs. 07.12.2010
Ich hab schon dran gedacht, das jetzt stillzulegen. Es ist eindeutig erkennbar, dass das Leben wieder Überhand nimmt und die Beinkorrektur "läuft" halt immer mehr so mit.
Aber ein bisserl dauert´s doch noch, bis ich meinen Final Eintrag hier machen kann, es gibt ja ein Ziel und das ist zumindest noch ein paar Monate entfernt...
Also wie lief´s dann weiter nach der Reha:
Die Reha hat einen super Schub gegeben, aber so die ersten 3-4 Wochen danach waren noch die Spuren des intensiven Trainings spürbar. Ich hatte schon Angst, dass da was verhauen worden ist, aber das ist normal (und es geht auch anderen so), also alle die es betrifft: Nicht verzagen!
Es folgte aber weiteres Dranbleiben mit Aufbautraining, die Stecken hab ich aber noch immer in der Stadt gebraucht. Aber ich hab ja auch ein bisserl erschwerende Bedingungen gehabt: Alter 34/35, 10 Monate schwere Medikamente, Physio erst nach 5 Monaten, maximaler Abbau aller Muskeln, Funktionen, Organismus, aber auch: sowas wie Gewöhnung an das alles, Angst wieder rauszugehen aus dem Ganzen, wieder ins volle "Leben" müssen mit all seinen Anforderungen. Hat sicher auch mitgespielt... Ich bin halt einfach schon zu alt für den Stuff (jetzt werd ich ja 36....) ;-)))
Bis ich GANZ "ohne" unterwegs war, hat das bei mir also alles in allem 14 Monate gedauert.
Im September war´s soweit.
Training, Training, Training
Wie berichtet, sollte ich ab Herbst ins Fitnessstudio gehen... Das ist halt so GAR nicht mein Ding. Ich hab echt recherchiert und mir das angeschaut, aber allein dass man da so Riesendinger braucht und mords Ausstattung und drumherum, das passt mir nicht. Ich konnt mich einfach nicht entscheiden, da dann auch noch mindestens einen 1-Jahresvertrag abzuschließen. Also hab ich erstmal zu Hause weitergemacht, (fast) jeden Tag, und 2x Physio/Woche und in der Praxis nach der Physio auch an den Geräten trainiert.
Nachdem ich dann irgendwann wiedermal mit meiner Therapeutin über die Fitnessstudio-Sache gesprochen hab, hat sie mir sowas wie den "Sanktus" gegeben, dass ich das eigentlich eh nicht unbedingt brauche.
Warum:
- Ich hab konsequent zu Hause meine Übungen gemacht - ohne "Ausrede"
- 2x/Woche in der Praxis traininert
- Mir ein Trampolin für zu Hause zugelegt - das wirkt Wunder! (Kosten: EUR 40,-)
- Und ab Anfang November kam der Überhit dazu: RADELFAHREN!!! :-))) Und zwar 3x/Woche 12 km (je 6 ins Büro und zurück), von denen 3km nur bergauf gehen (leicht, aber doch) und 2x/Woche 18 km (weil ich 2x zusätzlich noch zum Gymnastiktraining fahre).
Der Einstieg war ziemlich hart (körperlich sowieso und psychisch - wegen der Angst auf der Straße), aber ich hab meine neu erlangte Freiheit nach 1,5 Jahren so genossen, dass mich nicht mal Regen oder Schnee aufhalten können - außer, sie zwingen mich wirklich in die KNIE ;-)) - Ja und nicht zu vergessen, jetzt seit ca. 1 Monat: meine "Seniorentrainings" :D:D:D
Ich geh MO und FR in so Gymnastikkurse - super! Sind zwar hauptsächlich ältere Leut drin, aber das taugt mir total, ist für alle Muskeln, den ganzen Körper und es motiviert natürlich. Solang ich denen noch faktisch hinterherhechel, weiß ich, dass ich doch noch ein bisserl was tun muss :D:D:D
Next Steps - Nächste Ziele:
- Jetzt ist mal Weihnachtspause, da hab ich wieder viel Zeit für mein Hometraining und: ab in den Schnee! Ich werds mal mit Langlaufen versuchen.
- Beugungsziel war 140° mit Ende des Jahres. Da hab ich wieder eine Zeit lang ganz schön Stagnation hinnehmen müssen (7 wochen auf 110/115°), aber jetzt bin ich auch über die 125° Hürde gekommen. Also das verschiebt sich, aber Ziel ist eigentlich, volle Beugung wiedererlangen. Das heißt DehnenDehnenDehnen....
- Next Step ist dann für mich: Endlich mit den Senioren gleich auf bzw. fitter und wieder alle Funktionen im Knie und auch Sprunggelenk erlangen und dann ab zum Zumba-Tanzen (=Gymnastik-Workout mit Musik und Funfaktor) und ab März möcht ich mit Klettern anfangen.
- Für Sommer peile ich schließlich mein Ziel an, das auch entsprechend dokumentiert wird... ;-)
Wie schau´ ma aus:
Neulich war ich auch wieder mal in meinem guten alten Krankenhaus. Ich wollte sehen wie sich mein Knochen macht - eigentlich dachte ich tatsächlich dran, dass ich von meinem Doc den Sanktus krieg, dass ich mich noch heuer mal auf die Ski stellen kann... zumindest auf der Babypiste ;-))
Das war wohl doch ein bisserl zu ambitioniert :D:D:D So im Nachhinein wundert´s mich, dass er mich nicht lautschallend ausgelacht hat :D:D:D
Außerdem: Ich hab mich erst vor 2 Wochen beim "Seniorentraining" so übernommen, dass ich jetzt 2 Wochen außer Gefecht war weil ich SOO Fußweh hatte! Wahrscheinlich würd ich also nicht mal vom Auto zum Skilift kommen mit den schweren Skischuhen :D
Aber mei: Man kann sich die Ziele nicht hoch genug stecken! Sonst könn ma´s ja wohl gleich lassen... oder?! ;-)
Also so schau´ ma jetzt mal aus:

Aufnahmen jeweils 15.06. vs. 07.12.2010
Für die "Röntgenfans":
Hier gibt´s ein Album mit allen Röntgenaufnahmen:
http://picasaweb.google.com/faustinaverra/KnochenwachstumInRontgenbildern#
Hier gibt´s ein Album mit allen Röntgenaufnahmen:
http://picasaweb.google.com/faustinaverra/KnochenwachstumInRontgenbildern#
Sonntag, 8. August 2010
Reha vorbei - Status Quo - Next Steps
Soll ich den weiteren Verlauf berichten oder nicht? Immerhin sind es nun bald 5 Monate, dass mir der TSF abgenommen wurde (15.3.2010) und der Wiederaufbau zaht sich schon ein bisserl...
Aber wie immer kann ich nur betonen, dass jeder TSF und jeder Körper anders ist, jeder Verlauf, und auch die Behandlung variiert stark. Bei manchen wird schon nach 1 Monat nach dem Einbau mit Physiotherapie begonnen, bei anderen (wie bei mir) erst nach ganzen 5 Monaten usw.
Andererseits kann ich nicht oft genug betonen, dass mein medizinischer Verlauf absolut komplikationsfrei war, von der OP bis zur Abnahme. Bis auf den Zeitfaktor (ich hatte mit einer etwas früheren Abnahme gerechnet) war wirklich alles einwandfrei in Ordnung :-)
Reha
Inzwischen war ich auch auf meinem heißersehnten Rehaaufenthalt :-)
Das kam dann sehr plötzlich, weil ich auf der Warteliste war... Ich bekam Freitag morgen den Anruf, dass ich bereits mit darauffolgendem Donnerstag meinen Aufenthalt antreten könne. Das brachte dann zwar noch ein paar sehr stressige Tage mit sich, aber diese Reha war dann wirklich das Beste, das mir passieren konnte :-)
3 Wochen (1. - 22. Juli) intensive Therapien (5-6 Therapien/Tag, 6x/Woche), Muskeltraining, Physiotherapie, Ruhe, nirgends hin müssen, nichts organisieren, beschaffen oder arbeiten müssen...
Täglich Wassergymnastik mit direktem Ausblick auf die umliegenden Berge(!), Sonnenliegen, Lesen, mit den Leuten unterhalten, entspannen, verarbeiten.....
Was hat´s gebracht
Mein Gangbild hat sich deutlich verbessert. Der Seemanns- und Cowboy-Gang ist weitgehend verschwunden ;-) Die Beugung ist nun auf 105° aktiv und am meisten spüre ich den Aufbau in der Alltagsbewältigung: Ich bin nicht mehr so k.o. wegen ein paar Stunden arbeiten und gestern war ich sogar das erste mal richtig shoppen. Mein Körper hat sich ja verändert (inkl. Gewichtszunahme) und damit passt mir meine Garderobe nicht mehr. Also hab ich das erste mal seit mehr als einem Jahr eine richtige Beschaffungstour absolviert... Das wär vorher absolut undenkbar gewesen!
Einschränkungen
Leider brauche ich nach wie vor Unterstützung auf weitere Strecken - ich hab die Krücken (zuletzt war es wenigstens nur mehr eine) nun gegen Walkingstecken getauscht. Wenn ich unterwegs bin, braucht´s die leider noch immer >|
Es ist sogar so, dass ich in den ersten 2 Wochen nach der Reha ärgere Knie- und Oberschenkelschmerzen hatte als davor - ich hab sogar wieder Tabletten genommen und Topfenwickel aufgelegt... Das liegt aber vermutlich daran, dass durch den Aufbau neue Areale im Knie aktiviert werden, die erst adaptieren und aufbauen müssen, sagt mein Therapeut. Außerdem wird das Ganze noch verstärkt durch die Umstellung. Es müssen die Knorpel, Sehnen und Bänder erst langsam umstellen und auf die neue Belastung reagieren - dort, wo vorher zu wenig belastet wurde, wird ja jetzt auf einmal belastet und umgekehrt. Es braucht halt einfach
Z E I T und G E D U L D................
Narben
Leider sind auch die Narben nicht zu unterschätzen. Manchmal spüre ich die sehr arg. Das ist dann wie extremer Muskelkater über den ganzen Oberschenkel runter, der weh tut und bremst.
Die werden auch eigens behandelt, immmerhin gehen die quer durch alle Muskeln und Sehnen und Narbengewebe ist sehr hart. Mir wurde auch gesagt, dass ich die noch jahrelang immer wieder spüren werde. Sehr wichtig ist auch, mind. 1x/Jahr eine Narbenentstörung machen zu lassen. Das war ein ziemliches Erlebnis auf der Reha... Das wird per Akkupunktur gemacht. Es war ziemlich arg zu sehen, was da abgeht. Manche (3 davon) gehen nämlich direkt durch einen Meridian und der Unterschied war bei der Behandlung extrem spürbar: Bei diesen 3 hat´s mich EXTREM elektrisiert! Und nach der Behandlung war nichts mehr zu spüren und mein Bein war auf einmal ganz leicht... Also da ist schon was dran... Und man darf nicht unterschätzen, dass diese Wunden ja nicht nur einmal aufgeschnitten und wieder zugemacht wurden, sondern ganze 9 Monate offen waren...! Also macht das! :-)
Arbeiten
Wie ich meinen Alltag vorher geschafft habe, weiß ich nicht mehr. Es war alles unheimlich zehrend. Daher war ich an den Wochenenden auch für nichts mehr zu gebrauchen - obwohl ich auch vorher sehr reduziert gearbeitet habe. Aber es war unheimlich zehrend...
Jetzt habe ich das Glück, dass ich nur Di bis Do ins Büro fahren muss, den Rest kann ich extern erledigen. Das wird zumindest bis September so weitergehen und ich bin sehr froh darüber.
Ich merke aber, dass ich wieder mehr Kraft für die Alltagsbewältigung habe und auch belastbarer bin. Eine große Erleichterung!
Next Steps
Ab Herbst werde ich zur Fitnessstudio-Gehern! Wer hätte das jemals gedacht?! ;-)
Muskelaufbau ist nämlich ein Schlüsselelement für den ganzen (Wieder-)Aufbau, für den Organismus und Reduktion der Schmerzen. Das funktioniert aber nur mit mindestens 3 Mal wöchentlichem Training. Ich trainiere zwar auch zu Hause brav (fast jeden Tag), aber das braucht dann offenbar mehr und mit den Geräten geht schon ordentlich etwas weiter - also werde ich auch das auf mich nehmen ;-)
Bei der Reha habe ich erfahren, dass mich das noch mindestens 1 Jahr lang beschäftigen wird.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zum Glück weiß man nicht alles sooo genau im Vorhinein.
Ich zumindest habe mir ab einem gewissen Zeitpunkt gesagt: Ich mach´s, die Entscheidung ist gefallen und alles, was das an Konsequenzen mit sich bringt, nehme ich ab sofort in Kauf, damit werde ich umgehen.
Das heißt, das ganze dauert schon wesentlich länger als ich mir ausgemalt habe, aber dennoch kann ich nicht oft genug betonen, dass ich
... jeden Tag eine riesengroße Freude mit meinem neuen Bein hab :-)
... mich jeden Tag auf die Zukunft mit meinem neuen, gesunden Bein freue :-)
... mich jeden Tag auf meine neue, gesunde und v.a. auch fitte(!) Zukunft freue :-)
... jeden Tag froh - und auch stolz! - darüber bin dass ich´s gemacht habe :-)
Auf der Reha hab ich mich außerdem so gesund und so fit wie überhaupt noch nie in meinem Leben gefühlt(!). Und ich denke, das mit dem Fitnessstudio ist eine gute Gelegenheit, mich endlich - und v.a. erstmals - wirklich gut aufzubauen und damit auch leichter durchs Leben GEHEN zu können :-))))


Meine Kurschatten :-)


Reha-Action :-)


Noch Fragen?! ;-)
Aber wie immer kann ich nur betonen, dass jeder TSF und jeder Körper anders ist, jeder Verlauf, und auch die Behandlung variiert stark. Bei manchen wird schon nach 1 Monat nach dem Einbau mit Physiotherapie begonnen, bei anderen (wie bei mir) erst nach ganzen 5 Monaten usw.
Andererseits kann ich nicht oft genug betonen, dass mein medizinischer Verlauf absolut komplikationsfrei war, von der OP bis zur Abnahme. Bis auf den Zeitfaktor (ich hatte mit einer etwas früheren Abnahme gerechnet) war wirklich alles einwandfrei in Ordnung :-)
Reha
Inzwischen war ich auch auf meinem heißersehnten Rehaaufenthalt :-)
Das kam dann sehr plötzlich, weil ich auf der Warteliste war... Ich bekam Freitag morgen den Anruf, dass ich bereits mit darauffolgendem Donnerstag meinen Aufenthalt antreten könne. Das brachte dann zwar noch ein paar sehr stressige Tage mit sich, aber diese Reha war dann wirklich das Beste, das mir passieren konnte :-)
3 Wochen (1. - 22. Juli) intensive Therapien (5-6 Therapien/Tag, 6x/Woche), Muskeltraining, Physiotherapie, Ruhe, nirgends hin müssen, nichts organisieren, beschaffen oder arbeiten müssen...
Täglich Wassergymnastik mit direktem Ausblick auf die umliegenden Berge(!), Sonnenliegen, Lesen, mit den Leuten unterhalten, entspannen, verarbeiten.....
Was hat´s gebracht
Mein Gangbild hat sich deutlich verbessert. Der Seemanns- und Cowboy-Gang ist weitgehend verschwunden ;-) Die Beugung ist nun auf 105° aktiv und am meisten spüre ich den Aufbau in der Alltagsbewältigung: Ich bin nicht mehr so k.o. wegen ein paar Stunden arbeiten und gestern war ich sogar das erste mal richtig shoppen. Mein Körper hat sich ja verändert (inkl. Gewichtszunahme) und damit passt mir meine Garderobe nicht mehr. Also hab ich das erste mal seit mehr als einem Jahr eine richtige Beschaffungstour absolviert... Das wär vorher absolut undenkbar gewesen!
Einschränkungen
Leider brauche ich nach wie vor Unterstützung auf weitere Strecken - ich hab die Krücken (zuletzt war es wenigstens nur mehr eine) nun gegen Walkingstecken getauscht. Wenn ich unterwegs bin, braucht´s die leider noch immer >|
Es ist sogar so, dass ich in den ersten 2 Wochen nach der Reha ärgere Knie- und Oberschenkelschmerzen hatte als davor - ich hab sogar wieder Tabletten genommen und Topfenwickel aufgelegt... Das liegt aber vermutlich daran, dass durch den Aufbau neue Areale im Knie aktiviert werden, die erst adaptieren und aufbauen müssen, sagt mein Therapeut. Außerdem wird das Ganze noch verstärkt durch die Umstellung. Es müssen die Knorpel, Sehnen und Bänder erst langsam umstellen und auf die neue Belastung reagieren - dort, wo vorher zu wenig belastet wurde, wird ja jetzt auf einmal belastet und umgekehrt. Es braucht halt einfach
Z E I T und G E D U L D................
Narben
Leider sind auch die Narben nicht zu unterschätzen. Manchmal spüre ich die sehr arg. Das ist dann wie extremer Muskelkater über den ganzen Oberschenkel runter, der weh tut und bremst.
Die werden auch eigens behandelt, immmerhin gehen die quer durch alle Muskeln und Sehnen und Narbengewebe ist sehr hart. Mir wurde auch gesagt, dass ich die noch jahrelang immer wieder spüren werde. Sehr wichtig ist auch, mind. 1x/Jahr eine Narbenentstörung machen zu lassen. Das war ein ziemliches Erlebnis auf der Reha... Das wird per Akkupunktur gemacht. Es war ziemlich arg zu sehen, was da abgeht. Manche (3 davon) gehen nämlich direkt durch einen Meridian und der Unterschied war bei der Behandlung extrem spürbar: Bei diesen 3 hat´s mich EXTREM elektrisiert! Und nach der Behandlung war nichts mehr zu spüren und mein Bein war auf einmal ganz leicht... Also da ist schon was dran... Und man darf nicht unterschätzen, dass diese Wunden ja nicht nur einmal aufgeschnitten und wieder zugemacht wurden, sondern ganze 9 Monate offen waren...! Also macht das! :-)
Arbeiten
Wie ich meinen Alltag vorher geschafft habe, weiß ich nicht mehr. Es war alles unheimlich zehrend. Daher war ich an den Wochenenden auch für nichts mehr zu gebrauchen - obwohl ich auch vorher sehr reduziert gearbeitet habe. Aber es war unheimlich zehrend...
Jetzt habe ich das Glück, dass ich nur Di bis Do ins Büro fahren muss, den Rest kann ich extern erledigen. Das wird zumindest bis September so weitergehen und ich bin sehr froh darüber.
Ich merke aber, dass ich wieder mehr Kraft für die Alltagsbewältigung habe und auch belastbarer bin. Eine große Erleichterung!
Next Steps
Ab Herbst werde ich zur Fitnessstudio-Gehern! Wer hätte das jemals gedacht?! ;-)
Muskelaufbau ist nämlich ein Schlüsselelement für den ganzen (Wieder-)Aufbau, für den Organismus und Reduktion der Schmerzen. Das funktioniert aber nur mit mindestens 3 Mal wöchentlichem Training. Ich trainiere zwar auch zu Hause brav (fast jeden Tag), aber das braucht dann offenbar mehr und mit den Geräten geht schon ordentlich etwas weiter - also werde ich auch das auf mich nehmen ;-)
Bei der Reha habe ich erfahren, dass mich das noch mindestens 1 Jahr lang beschäftigen wird.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zum Glück weiß man nicht alles sooo genau im Vorhinein.
Ich zumindest habe mir ab einem gewissen Zeitpunkt gesagt: Ich mach´s, die Entscheidung ist gefallen und alles, was das an Konsequenzen mit sich bringt, nehme ich ab sofort in Kauf, damit werde ich umgehen.
Das heißt, das ganze dauert schon wesentlich länger als ich mir ausgemalt habe, aber dennoch kann ich nicht oft genug betonen, dass ich
... jeden Tag eine riesengroße Freude mit meinem neuen Bein hab :-)
... mich jeden Tag auf die Zukunft mit meinem neuen, gesunden Bein freue :-)
... mich jeden Tag auf meine neue, gesunde und v.a. auch fitte(!) Zukunft freue :-)
... jeden Tag froh - und auch stolz! - darüber bin dass ich´s gemacht habe :-)
Auf der Reha hab ich mich außerdem so gesund und so fit wie überhaupt noch nie in meinem Leben gefühlt(!). Und ich denke, das mit dem Fitnessstudio ist eine gute Gelegenheit, mich endlich - und v.a. erstmals - wirklich gut aufzubauen und damit auch leichter durchs Leben GEHEN zu können :-))))


Meine Kurschatten :-)


Reha-Action :-)


Noch Fragen?! ;-)
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Taylor Spatial Frame,
Verlauf
Donnerstag, 20. Mai 2010
9 Wochen nach der Abnahme
Was geschah bisher:
Nach der OP
erstmal das große "Down", weil ich vorerst weniger Beugung hatte als am Schluss mit dem TSF. Da waren es 45°, nach der OP vorerst an die 30°.
Dann mühevoller Aufbau, permanentes Augenemerk auf Beugung. Wenn ich nicht gerade in der Motorschiene gelegen bin, dann hab ich das Bein aus dem Bett "hängen" lassen. Das "Hängen" sah allerdings so aus, als ob ich das Bein wegstreckte. Deshalb - und auch wegen der radikalen Reduktion meines Opiates - war die Freude am Anfang eher eingeschränkt bis gar nicht vorhanden.
Die Sorge darüber, ob das je wieder wird, war größer. "Meine" 45° hatte ich zwar nach ein paar Tagen wieder erreicht, aber weiter ging dann nichts mehr.
Ich lag täglich stundenlang in der Motorschiene, brachte mit Mühe und Not 2-3° auf der Schiene weiter und sobald ich 1 Stunde pausierte, war ich wieder unten.
Dazu kamen diese sorgenvollen Blicke und Aussagen des Physiotherapeuten, dass da offenbar was drin steckt und die Aussicht, dass ich nochmal in den OP müsste für eine Arthroskopie und Narkosemobilisation, weil nirmalerweise müssten da mind. 5° pro Woche weitergehen.
Zu Hause
ging das dann erstmal so weiter. Keine großen Erfolge, dazu Schlafstörungen (bzw. hab ich fast gar nicht schlafen können) - aber psychisch ging es dann steil bergauf. Die Medikamente hab ich dann relativ rasch ganz abgesetzt, das hat gewirkt :-)
In den ersten 4 Wochen zu Hause ausschließliche Konzentration auf Flexion und Mobilisierung bzw. auch Seelenpflege. Tägliche Übungen, dazu Spaziergänge im aufblühenden Frühling.
Und dann schließlich, so 4 Wochen nach der OP hat es bei mir dann sowas wie einen "Durchbruch" gegeben. Der "Knopf", den ich in der Kniekehle hatte und weswegen ich auch schon den nächsten OP-Termin für den 10. Mai in der Tasche hatte, hat begonnen, sich zu lösen und ab 5 Wochen ca. sind dann jede Woche 5° dazu gekommen.
Jetzt bin ich bei guten 75°.
Krücken:
Vielleicht sind andere schneller, ich brauche sie noch wenn ich unterwegs bin. Allerdings soll ich inzwischen eh nur mehr mit einer aus dem Haus gehen und ich muss zugeben, das ist für mich ein ganz komisches Gefühl, das habe ich heute zum ersten Mal gemacht.
Zu Hause bin ich aber schon super mobil, brauche allenfalls am abend eine, wenn ich schon todmüde bin. Und ich kann das Bein nun so weit abwinkeln und anheben, dass ich unter Zuhilfenahme von mind. einer Krücke bereits abwechselnd Stiegen steigen kann!! :-)
Entgiftung und (Wieder-)Aufbau:
Zum besseren Abbau der ganzen Gifte, die ich über den langen Zeitraum zu mir genommen habe, habe ich mir in der Apotheke "Algentabletten" einreden lassen. Die nehme ich jetzt seit 3 Wochen und stelle nun aber um auf eine speziell auf mich abgestimmte Kräutertinktur und Homöopathie. Durch die Algentabletten habe eine ganz komische Verdauung, die weckt mich spätestens um 04.30/05.00 Uhr auf und ich muss bis 08.00 Uhr mind. 2-3 Mal aufs Klo (meistens schlafe ich dann eben gar nicht mehr ein und um 06.30 Uhr muss ich sowieso aufstehen). Ich sollte 6 Stück/Tag nehmen, habe nur 5 genommen und werde es jetzt mal mit 3 probieren, dazu die Tinktur, die ich seit gestern habe und die Globuli.
Arbeiten:
Es ist jetzt die dritte Woche zurück in der Arbeit. Wobei wir in der 2. Woche gerade ein langes 4-tägiges Wochenende hatten. Da war ich so platt, dass ich 4 Tage gar nicht aufgekommen bin. Ich hab auch keine Übungen gemacht in der Zeit. Nun, in der 3. Woche arbeite ich noch immer hauptsächlich zu Hause. Es geht nun aber wöchentlich merklich bergauf, ich mache gerade richtig große "Schübe".
Nächste Aussichten:
Am 15. Juni habe ich Kontrolltermin im Krankenhaus. Leider habe ich dort nach der OP eine Fehlinformation bekommen oder die haben das schlichtweg vergessen: Es wurde mir gesagt, dass die sich um den Reha-Antrag kümmern, weil es dort 2km weiter eine Rehastation gibt, mit der sie zusammenarbeiten.
Nachdem ich jetzt nichts mehr gehört habe, habe ich auf Nachfrage bei meinem Arzt nun erfahren, dass ich mich doch selber kümmern soll und da die auf Monate ausgebucht sind, bekomme ich frühestens ab 10. August einen Termin. Das wäre dann 5 Monate nach der Abnahme >(
Ich bin aber auf der Warteliste ab Anfang Juli und das heißt:
Daumen halten! :-)
Nach der OP
erstmal das große "Down", weil ich vorerst weniger Beugung hatte als am Schluss mit dem TSF. Da waren es 45°, nach der OP vorerst an die 30°.
Dann mühevoller Aufbau, permanentes Augenemerk auf Beugung. Wenn ich nicht gerade in der Motorschiene gelegen bin, dann hab ich das Bein aus dem Bett "hängen" lassen. Das "Hängen" sah allerdings so aus, als ob ich das Bein wegstreckte. Deshalb - und auch wegen der radikalen Reduktion meines Opiates - war die Freude am Anfang eher eingeschränkt bis gar nicht vorhanden.
Die Sorge darüber, ob das je wieder wird, war größer. "Meine" 45° hatte ich zwar nach ein paar Tagen wieder erreicht, aber weiter ging dann nichts mehr.
Ich lag täglich stundenlang in der Motorschiene, brachte mit Mühe und Not 2-3° auf der Schiene weiter und sobald ich 1 Stunde pausierte, war ich wieder unten.
Dazu kamen diese sorgenvollen Blicke und Aussagen des Physiotherapeuten, dass da offenbar was drin steckt und die Aussicht, dass ich nochmal in den OP müsste für eine Arthroskopie und Narkosemobilisation, weil nirmalerweise müssten da mind. 5° pro Woche weitergehen.
Zu Hause
ging das dann erstmal so weiter. Keine großen Erfolge, dazu Schlafstörungen (bzw. hab ich fast gar nicht schlafen können) - aber psychisch ging es dann steil bergauf. Die Medikamente hab ich dann relativ rasch ganz abgesetzt, das hat gewirkt :-)
In den ersten 4 Wochen zu Hause ausschließliche Konzentration auf Flexion und Mobilisierung bzw. auch Seelenpflege. Tägliche Übungen, dazu Spaziergänge im aufblühenden Frühling.
Und dann schließlich, so 4 Wochen nach der OP hat es bei mir dann sowas wie einen "Durchbruch" gegeben. Der "Knopf", den ich in der Kniekehle hatte und weswegen ich auch schon den nächsten OP-Termin für den 10. Mai in der Tasche hatte, hat begonnen, sich zu lösen und ab 5 Wochen ca. sind dann jede Woche 5° dazu gekommen.
Jetzt bin ich bei guten 75°.
Krücken:
Vielleicht sind andere schneller, ich brauche sie noch wenn ich unterwegs bin. Allerdings soll ich inzwischen eh nur mehr mit einer aus dem Haus gehen und ich muss zugeben, das ist für mich ein ganz komisches Gefühl, das habe ich heute zum ersten Mal gemacht.
Zu Hause bin ich aber schon super mobil, brauche allenfalls am abend eine, wenn ich schon todmüde bin. Und ich kann das Bein nun so weit abwinkeln und anheben, dass ich unter Zuhilfenahme von mind. einer Krücke bereits abwechselnd Stiegen steigen kann!! :-)
Entgiftung und (Wieder-)Aufbau:
Zum besseren Abbau der ganzen Gifte, die ich über den langen Zeitraum zu mir genommen habe, habe ich mir in der Apotheke "Algentabletten" einreden lassen. Die nehme ich jetzt seit 3 Wochen und stelle nun aber um auf eine speziell auf mich abgestimmte Kräutertinktur und Homöopathie. Durch die Algentabletten habe eine ganz komische Verdauung, die weckt mich spätestens um 04.30/05.00 Uhr auf und ich muss bis 08.00 Uhr mind. 2-3 Mal aufs Klo (meistens schlafe ich dann eben gar nicht mehr ein und um 06.30 Uhr muss ich sowieso aufstehen). Ich sollte 6 Stück/Tag nehmen, habe nur 5 genommen und werde es jetzt mal mit 3 probieren, dazu die Tinktur, die ich seit gestern habe und die Globuli.
Arbeiten:
Es ist jetzt die dritte Woche zurück in der Arbeit. Wobei wir in der 2. Woche gerade ein langes 4-tägiges Wochenende hatten. Da war ich so platt, dass ich 4 Tage gar nicht aufgekommen bin. Ich hab auch keine Übungen gemacht in der Zeit. Nun, in der 3. Woche arbeite ich noch immer hauptsächlich zu Hause. Es geht nun aber wöchentlich merklich bergauf, ich mache gerade richtig große "Schübe".
Nächste Aussichten:
Am 15. Juni habe ich Kontrolltermin im Krankenhaus. Leider habe ich dort nach der OP eine Fehlinformation bekommen oder die haben das schlichtweg vergessen: Es wurde mir gesagt, dass die sich um den Reha-Antrag kümmern, weil es dort 2km weiter eine Rehastation gibt, mit der sie zusammenarbeiten.
Nachdem ich jetzt nichts mehr gehört habe, habe ich auf Nachfrage bei meinem Arzt nun erfahren, dass ich mich doch selber kümmern soll und da die auf Monate ausgebucht sind, bekomme ich frühestens ab 10. August einen Termin. Das wäre dann 5 Monate nach der Abnahme >(
Ich bin aber auf der Warteliste ab Anfang Juli und das heißt:
Daumen halten! :-)
Dienstag, 9. Februar 2010
Verlauf der Beweglichkeit
Bis ich wieder mal die neuesten Röntgenbilder (vom 28.1.) usw. von der Kamera meines Mannes bekomme (der sie dauernd in der Firma vergisst) erzähl ich mal vom Mobilitätsverlauf bis jetzt.
Ich hab mir gerade meine gespeicherten Links von vor der OP angesehen und mich erinnert, wie unsicher man ist und wieviel Angst man bewältigen muss.
Ich war lediglich 10 Tage nach der OP im Krankenhaus. Den Knochen haben sie mit einem Meisel durchtrennt. D.h. der Schnitt ist relativ klein, ca. 2 cm). Warum ich so schnell "auf den Beinen" war, weiß ich nicht. Ich hab von einer mit einem monolateralen Fix im US gelesen, die war ganze 5 Wochen im Krankenhaus... Keine Ahnung, was die mit der angestellt haben, das sollte eigentlich wesentlich besser gehen.
Hier ein Foto, wo man den Schnitt sieht:

Jedenfalls, bei mir war es konkret so:
Die ersten 3 Tage nach der Op sind die allerallerschmerzhaftesten. Der Knochen wird total durchgeschnitten und bis sich der Knochenmarkskanal wieder schließt, muss man was aushalten. Wobei es auch unterschiedliche Schmerztherapien gibt. Ich hab das Morphium nur 1 mal in Form einer Spritze bekommen. Aber da geht auch wirklich GAR nichts mehr. Sonst nehm ich ja Tabletten, auch schon im Krankenhaus. Aber da gibt es eben eine Basistherapie und dann noch die "Rescues" bei Bedarf. Da ich zu den vorsichtigen Menschen in Bezug auf Medikamentengebrauch gehöre, hab ich das in den ersten Tagen oft übersehen, die zu nehmen. Man kennt ja einerseits die verschiedenen Schmerzen noch nicht und glaubt, es geht noch, es geht noch und ehe man sich´s versieht, ist der kritische Punkt überschritten, wo man mit den Tabs nichts mehr machen kann. Man sollte also sofort bei einem Anstieg der Schmerzen reagieren.
Am Anfang ist also der größte Schmerz der Knochenschmerz. Der ist sehr schwer und tief. Man bekommt das Gefühl, also ob eine Tonne Gewicht am Bein wäre und das Bein jeden Moment explodieren könnte oder auch als ob das Bein rausgerissen wird. Geht ja auch ein Haufen Zeugs durch die Muskeln durch und das arbeitet anfangs alles ordentlich.
Aber zurück zum Thema. Das Bein ist in keiner Weise zu bewegen. Kein Milimeter von selber. Ok, die Zehen und die Fußschaufel - immerhin ;-) Natürlich ist das schon etwas furchteinflößend - was ist da los? Wird das jemals wieder? -> Das dauert einige Wochen, bis sich wieder etwas "regt", also bis man das Bein wieder ein paar cm von selber hochheben kann. Nicht verzweifeln, es kommt schon!
Und jede Bewegung (unter Hilfestellung) tut weh. Klo gibt´s erstmal nur im Bett auf der Schüssel und das tut auch sehr weh. Also alles außer waagrecht ist sehr schmerzhaft anfangs.
Nach ein paar Tagen geht´s schon mit dem Rolli auf´s Klo und man muss halt Zähne zusammenbeißen. Mir war das aber lieber als weiterhin die Schüssel im Bett ;-)
Achtung: Bitte immer bedenken, dass wir hier von Fixateur im Oberschenkel sprechen. Bei Indikation im Unterschenkel ist das nicht so, die können ganz normal abbiegen!
In den ersten Wochen bzw. Monaten - zumindest während der Distraktionsphase - geht auch nicht viel mehr. Das ist auch nach wie vor eine schmerzhafte Phase, aber so schlimm wie im Krankenhaus wird´s nicht mehr. Während dieser Zeit geht´s mal rauf, mal runter. Jedenfalls aber noch nicht kontinuierlich nur hinauf, weil der Drehprozess eine hoch sensitive Phase darstellt, in der der Körper nicht zur Ruhe kommt und heilen darf. Auch mental ist man hier am meisten gefordert. Weil es einfach nicht anfängt, aufwärts zu gehen - und dabei die unwissende Umwelt dann solche Sprüche von sich gibt wie: "Jetzt kann´s ja nur mehr aufwärts gehen, die OP ist ja vorbei.". Viel was Schlimmeres kann man dir in der Situation eigentlich nicht sagen. >-(
Aber gut, man ist ja auch auf den Medikamenten. Ich frag mich manchmal schon, wie ich das ausgehalten habe, aber es geht wenn man drin steckt. Dafür war damals die Wundpflege noch nicht so schlimm. Die macht mir jetzt mehr zu schaffen, dafür geht alles andere schon ganz gut.
Danach geht´s dann aber jedenfalls Step by Step und langsam, aber sicher bergauf. Langsam, wie gesagt, aber sicher. Das Bein kann sich allmählich schon selber halten und das schafft schon viel mehr Lebensraum. Ich bin vorher nur ins Bett gekommen, weil die Einstiegsprozedur viel Platz brauchte ;-) Hier ein Kurzvideo dazu. Auf die Couch im Wohn-Esszimmer kam ich in den ersten 3 Monaten nicht, da hätten wir umstellen müssen und es war ja eh schon alles zusammen genug "Umstellung".
Aber ich war ja "zach" und habe nach gerade mal 2,5 Wochen nach der OP schon meinen ersten Ausflug gemacht: 2 Stockwerke runter und ca. knappe 100 Meter! In einer Stunde war das schon machbar ;-))

Wenn dann mit der Zeit der Knochen wächst und die Muskeln wieder etwas beweglicher werden, kann man auch schon etwas belasten und langsam, aber sicher geht dann zumindest der Knochenschmerz mal runter. Und durch die Wiedererlangung von zumindest einem Minimum an Elastizität tun auch andere Bewgungen nicht mehr so weh. Man kann sich z.B. die Socken selber anziehen, weil das nicht mehr so weh tut. Oder man fängt an, auf Stühlen zu sitzen - zuerst nur zum Essen, dann hin und wieder auch mal so (das tat ja anfangs auch furchtbar weh. Man glaubt nicht, an was die OS-Muskeln allem beteiligt sind!)
Bei Stehen und Gehen wird man auch beweglicher, erlangt mehr Radius, kann immer mehr Dinge tun.
Ich hab die größte Freude gehabt, wenn ich selber ein bisschen Wäsche aufgehängt habe, Geschirrspüler geräumt und all das, wo man quasi "am Fleck" was machen kann.
Auch regelmäßiges Spazieren gehen ist da ganz wichtig. Für Körper und Seele...
Durch die allmähliche Gewöhnung an die Medikamente ist man auch nicht mehr sooo "paniert", der Kreislauf erholt sich, man kann beginnen, "aufzubauen".
Ich hatte 2 Monate Distraktionsphase. Nach 5 Monaten, bzw. im 6. Monat (Dezember) konnte ich beginnen, immer mehr Gewicht auf das Bein zu lassen und ich hab dann auch trainiert, nur 1 Krücke zu benutzen. Je mehr Belastung, umso besser für´s Knochenwachstum und ich hab getan, was ging.
Anfang Dezember habe ich sogar das erste Mal gekocht. Da kam auch die Physio endlich dazu und der Knochen ist ja auch immer dichter geworden, also ab da ging´s wirklich ganz gut bergauf. Auch den Kreislauf konnte ich dann mehr fordern. Wäre nicht das Wundenputzen gewesen, hätte ich (fast) uneingeschränkt die Zeit meines Krankenstandes für mich nutzen können ;-)
Leider hat dann ja meine Kollegin gekündigt und da man doch recht instabil in allem ist, hat mich das dann zusätzlich belastet. Und belastbar ist man halt leider gar nicht.
Nun habe ich bald 7,5 Monate hinter mir und bin schon recht mobil. Zwar zu 99% zu Hause (es hat seit Wochen Schnee und ich gehe nur um´s Eck zur Physiotherapie raus), aber da kann ich schon alles machen. Ich befinde mich ja auch im Endspurt und beschäftige mich nun mit Muskelaufbau (das hat im Moment sogar den Vorrang vor Knie-abbiegen). Nach 7 Monaten tut sich da schon was an Abbau und bevor ich das Ding runterbekomme, sollte ich wieder ein bisschen eigene Stabilität erlangen.
Leider haben wir nach den ersten Wochen der Gewöhnung an das neue Leben nicht mehr viel dokumentiert - es gibt also über diesen Verlauf leider keine kontinuierlichen Foto- und Filmdokumente. Und wenn ich meinen Sohn z.b. bitte, meint der nur: "Hast du nicht eh schon genug Fotos? *Grummelgrummel*"... jaja... Es sind auch alle froh, dass sie mir nicht mehr bei jedem Handgriff helfen müssen. Da geht ja in den ersten Monaten wirklich gar nichts - also ohne Hilfe geht´s absolut nicht. Aber mit der Zeit kann man dann schon damit leben. "Selber" bzw. eigenständig. Sofern man nicht einkaufen muss ;-)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
So, ich hoffe, das gibt ein bisschen einen Eindruck. Es ist ja sehr schwierig, alles zu beschreiben. In meinem Kopf ist viel mehr, und ich merke, dass ich zwar auch viel herumschreibe, aber auch nicht sehr effizient. Also die Medikamente wirken natürlich nach wie vor, auch wenn ich schon sehr daran gewöhnt bin... Aber an manchen Dingen merkt man es dann doch wieder recht deutlich ;-)
Ich hab mir gerade meine gespeicherten Links von vor der OP angesehen und mich erinnert, wie unsicher man ist und wieviel Angst man bewältigen muss.
Ich war lediglich 10 Tage nach der OP im Krankenhaus. Den Knochen haben sie mit einem Meisel durchtrennt. D.h. der Schnitt ist relativ klein, ca. 2 cm). Warum ich so schnell "auf den Beinen" war, weiß ich nicht. Ich hab von einer mit einem monolateralen Fix im US gelesen, die war ganze 5 Wochen im Krankenhaus... Keine Ahnung, was die mit der angestellt haben, das sollte eigentlich wesentlich besser gehen.
Hier ein Foto, wo man den Schnitt sieht:

Jedenfalls, bei mir war es konkret so:
Die ersten 3 Tage nach der Op sind die allerallerschmerzhaftesten. Der Knochen wird total durchgeschnitten und bis sich der Knochenmarkskanal wieder schließt, muss man was aushalten. Wobei es auch unterschiedliche Schmerztherapien gibt. Ich hab das Morphium nur 1 mal in Form einer Spritze bekommen. Aber da geht auch wirklich GAR nichts mehr. Sonst nehm ich ja Tabletten, auch schon im Krankenhaus. Aber da gibt es eben eine Basistherapie und dann noch die "Rescues" bei Bedarf. Da ich zu den vorsichtigen Menschen in Bezug auf Medikamentengebrauch gehöre, hab ich das in den ersten Tagen oft übersehen, die zu nehmen. Man kennt ja einerseits die verschiedenen Schmerzen noch nicht und glaubt, es geht noch, es geht noch und ehe man sich´s versieht, ist der kritische Punkt überschritten, wo man mit den Tabs nichts mehr machen kann. Man sollte also sofort bei einem Anstieg der Schmerzen reagieren.
Am Anfang ist also der größte Schmerz der Knochenschmerz. Der ist sehr schwer und tief. Man bekommt das Gefühl, also ob eine Tonne Gewicht am Bein wäre und das Bein jeden Moment explodieren könnte oder auch als ob das Bein rausgerissen wird. Geht ja auch ein Haufen Zeugs durch die Muskeln durch und das arbeitet anfangs alles ordentlich.
Aber zurück zum Thema. Das Bein ist in keiner Weise zu bewegen. Kein Milimeter von selber. Ok, die Zehen und die Fußschaufel - immerhin ;-) Natürlich ist das schon etwas furchteinflößend - was ist da los? Wird das jemals wieder? -> Das dauert einige Wochen, bis sich wieder etwas "regt", also bis man das Bein wieder ein paar cm von selber hochheben kann. Nicht verzweifeln, es kommt schon!
Und jede Bewegung (unter Hilfestellung) tut weh. Klo gibt´s erstmal nur im Bett auf der Schüssel und das tut auch sehr weh. Also alles außer waagrecht ist sehr schmerzhaft anfangs.
Nach ein paar Tagen geht´s schon mit dem Rolli auf´s Klo und man muss halt Zähne zusammenbeißen. Mir war das aber lieber als weiterhin die Schüssel im Bett ;-)
Achtung: Bitte immer bedenken, dass wir hier von Fixateur im Oberschenkel sprechen. Bei Indikation im Unterschenkel ist das nicht so, die können ganz normal abbiegen!
In den ersten Wochen bzw. Monaten - zumindest während der Distraktionsphase - geht auch nicht viel mehr. Das ist auch nach wie vor eine schmerzhafte Phase, aber so schlimm wie im Krankenhaus wird´s nicht mehr. Während dieser Zeit geht´s mal rauf, mal runter. Jedenfalls aber noch nicht kontinuierlich nur hinauf, weil der Drehprozess eine hoch sensitive Phase darstellt, in der der Körper nicht zur Ruhe kommt und heilen darf. Auch mental ist man hier am meisten gefordert. Weil es einfach nicht anfängt, aufwärts zu gehen - und dabei die unwissende Umwelt dann solche Sprüche von sich gibt wie: "Jetzt kann´s ja nur mehr aufwärts gehen, die OP ist ja vorbei.". Viel was Schlimmeres kann man dir in der Situation eigentlich nicht sagen. >-(
Aber gut, man ist ja auch auf den Medikamenten. Ich frag mich manchmal schon, wie ich das ausgehalten habe, aber es geht wenn man drin steckt. Dafür war damals die Wundpflege noch nicht so schlimm. Die macht mir jetzt mehr zu schaffen, dafür geht alles andere schon ganz gut.
Danach geht´s dann aber jedenfalls Step by Step und langsam, aber sicher bergauf. Langsam, wie gesagt, aber sicher. Das Bein kann sich allmählich schon selber halten und das schafft schon viel mehr Lebensraum. Ich bin vorher nur ins Bett gekommen, weil die Einstiegsprozedur viel Platz brauchte ;-) Hier ein Kurzvideo dazu. Auf die Couch im Wohn-Esszimmer kam ich in den ersten 3 Monaten nicht, da hätten wir umstellen müssen und es war ja eh schon alles zusammen genug "Umstellung".
Aber ich war ja "zach" und habe nach gerade mal 2,5 Wochen nach der OP schon meinen ersten Ausflug gemacht: 2 Stockwerke runter und ca. knappe 100 Meter! In einer Stunde war das schon machbar ;-))

Wenn dann mit der Zeit der Knochen wächst und die Muskeln wieder etwas beweglicher werden, kann man auch schon etwas belasten und langsam, aber sicher geht dann zumindest der Knochenschmerz mal runter. Und durch die Wiedererlangung von zumindest einem Minimum an Elastizität tun auch andere Bewgungen nicht mehr so weh. Man kann sich z.B. die Socken selber anziehen, weil das nicht mehr so weh tut. Oder man fängt an, auf Stühlen zu sitzen - zuerst nur zum Essen, dann hin und wieder auch mal so (das tat ja anfangs auch furchtbar weh. Man glaubt nicht, an was die OS-Muskeln allem beteiligt sind!)
Bei Stehen und Gehen wird man auch beweglicher, erlangt mehr Radius, kann immer mehr Dinge tun.
Ich hab die größte Freude gehabt, wenn ich selber ein bisschen Wäsche aufgehängt habe, Geschirrspüler geräumt und all das, wo man quasi "am Fleck" was machen kann.
Auch regelmäßiges Spazieren gehen ist da ganz wichtig. Für Körper und Seele...
Durch die allmähliche Gewöhnung an die Medikamente ist man auch nicht mehr sooo "paniert", der Kreislauf erholt sich, man kann beginnen, "aufzubauen".
Ich hatte 2 Monate Distraktionsphase. Nach 5 Monaten, bzw. im 6. Monat (Dezember) konnte ich beginnen, immer mehr Gewicht auf das Bein zu lassen und ich hab dann auch trainiert, nur 1 Krücke zu benutzen. Je mehr Belastung, umso besser für´s Knochenwachstum und ich hab getan, was ging.
Anfang Dezember habe ich sogar das erste Mal gekocht. Da kam auch die Physio endlich dazu und der Knochen ist ja auch immer dichter geworden, also ab da ging´s wirklich ganz gut bergauf. Auch den Kreislauf konnte ich dann mehr fordern. Wäre nicht das Wundenputzen gewesen, hätte ich (fast) uneingeschränkt die Zeit meines Krankenstandes für mich nutzen können ;-)
Leider hat dann ja meine Kollegin gekündigt und da man doch recht instabil in allem ist, hat mich das dann zusätzlich belastet. Und belastbar ist man halt leider gar nicht.
Nun habe ich bald 7,5 Monate hinter mir und bin schon recht mobil. Zwar zu 99% zu Hause (es hat seit Wochen Schnee und ich gehe nur um´s Eck zur Physiotherapie raus), aber da kann ich schon alles machen. Ich befinde mich ja auch im Endspurt und beschäftige mich nun mit Muskelaufbau (das hat im Moment sogar den Vorrang vor Knie-abbiegen). Nach 7 Monaten tut sich da schon was an Abbau und bevor ich das Ding runterbekomme, sollte ich wieder ein bisschen eigene Stabilität erlangen.
Leider haben wir nach den ersten Wochen der Gewöhnung an das neue Leben nicht mehr viel dokumentiert - es gibt also über diesen Verlauf leider keine kontinuierlichen Foto- und Filmdokumente. Und wenn ich meinen Sohn z.b. bitte, meint der nur: "Hast du nicht eh schon genug Fotos? *Grummelgrummel*"... jaja... Es sind auch alle froh, dass sie mir nicht mehr bei jedem Handgriff helfen müssen. Da geht ja in den ersten Monaten wirklich gar nichts - also ohne Hilfe geht´s absolut nicht. Aber mit der Zeit kann man dann schon damit leben. "Selber" bzw. eigenständig. Sofern man nicht einkaufen muss ;-)
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So, ich hoffe, das gibt ein bisschen einen Eindruck. Es ist ja sehr schwierig, alles zu beschreiben. In meinem Kopf ist viel mehr, und ich merke, dass ich zwar auch viel herumschreibe, aber auch nicht sehr effizient. Also die Medikamente wirken natürlich nach wie vor, auch wenn ich schon sehr daran gewöhnt bin... Aber an manchen Dingen merkt man es dann doch wieder recht deutlich ;-)
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