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Mittwoch, 16. Juni 2010

Mein Knochenwachstum in Röntgenbildern

Direkt nach der OP am 30.06.2009

04.08.2009

08.09.2009

08.09. vs. 20.10.2009

01.12.2009

01.12.(li) vs. 28.12.2009(re)

28.12.2009(re) vs. 28.01.2010(li)
Nach Röntgenaufnahme am 28.01. Austausch der Struts in gerade Schrauben

23.02.2010 - Entscheidung zur Abnahme

Nach der Abnahme-OP am 15.03.2010

15.06.2010



Vorher - Nachher:
Genu valgum 6°, Beinverkürzung um 3,5 cm

Gerades Bein, 0° Abweichung, 3,5 cm ausgeglichen

Letzter Kontrolltermin - So schaut´s aus :-)

Gestern war ich bei meinem letzten "regulären" Kontrolltermin im Krankenhaus.

Nachdem ich die geplante Narkosemobilisation vom 10. Mai vorläufig zugunsten meines beruflichen Wiedereinstiegs verschoben hatte, hat sich der Termin immer weiter hinausgezögert - was letztlich super Konsequenzen hatte.

Zur Erinnerung:
  • Am 15. März ist das Teil "abgebaut" worden (so nennen die das) - das war also die Abnahme-OP. Nach 37 Wochen (!!!)
  • Dann sah es GANZ GANZ schlecht aus mit der Mobilisation.Es war anzunehmen, dass wir rein mit Physio nicht weiterkommen werden und noch eine Arthroskpopie und Narkosemobilisation (geplant für 10. Mai) brauchen werden.
  • Aus verschiedenen Gründen bin ich dann aber frühzeitig (der GKK-Chefarzt hat mich gar nicht gesund geschrieben, das musste ich dann extern erledigen) beruflich wieder eingestiegen, habe das ganze verschoben und letztendlich hat es sich doch erledigt :-)

Mein Arzt war gestern ganz begeistert und nimmt mich nun als Beispiel für andere demotivierte Patienten - hatte er mich doch als "aussichtlosen Fall" (bzgl. Wiedererlangung meiner Beweglichkeit) eingestuft, haha :D
Aber Spaß beiseite - seine Betroffenheit diesbezüglich konnte er wirklich nicht ganz vor mir verbergen :-)

Hier gibt´s ein Bild von meinem schönen neuen Knochen:


Das "Eck" sollte sich noch auswachsen, das wird schon noch dauern und ich muss aufpassen, dass mir nichts passiert - das ist doch noch eine Sollbruchstelle.
Am 28.12.2010 wieder einen Termin zum Anschauen.
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Next Steps:

Nächste Station wird der Rehaaufenthalt sein. Da das mit dem Termin beruflich jetzt schon sehr happig ist, hat mein Doc schließlich direkt dort angerufen und siehe da: auf einmal wird es möglich sein, dass ich doch noch im Juli raufkann :-)))
In den nächsten Tagen sollte ich mehr wissen.
Bitte alle ganz fest Daumen halten, dass der Termin dann auch wirklich mit dem beruflichen Timing passt. Es wär so wichtig, dass ich das machen kann und dann aber auch die Ruhe dafür habe und nicht noch "nebenbei" von der Reha aus arbeiten muss...!

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In der nächsten Zeit wird es dann einen Thread geben mit allen Röntgenbildern (jetzt hab ich alle!) und wie es mir in der Zwischenzeit gegangen ist mit dem Wiederaufbau und wie weit ich nun bin und wie es mir nun geht.
In der Diaschau rechts oben könnt ihr die Bilder schon sehen und bei Klick darauf wird man weitergeleitet zum Picasa-Webalbum.

Dienstag, 30. März 2010

Der Drehplan - so funktioniert(e) das...!

Kaum zu glauben... ich hab bis jetzt den Drehplan einbehalten ;-) Für alle Betroffenen natürlich interessant zu wissen, wie das funktioniert. Also hier gibt´s den Drehplan für die Prozedur:

Jeder "Strut" ist ein Teleskopstab bzw. Schraube, die nach diesem Plan Tag für Tag Millimeter für Millimeter weitergedreht wurde. Nicht immer jede, da ich keine reine symmetrische Korrektur bzw. Verlängerung hatte, sondern auch mein Knie hinausgedreht wurde und die Rotationsachse um ein paar Grad begradigt wurde. Die roten Striche und Zahlen bedeuten Drehpausen.

Dieses Dokument werde ich mir jedenfalls einrahmen und dann hoffentlich nie vergessen, wie viel Mut ich dafür gebraucht habe :-)


Hier sind die Struts mit der Millimeter-Skala nochmal zu sehen. 6 Wochen vor der Abnahme wurden die dann gegen "normale" Schrauben ersetzt (wie berichtet).

Mittwoch, 10. März 2010

Resümee nach 8 1/2 Monaten mit dem TSF


Es ist soweit, am Sonntag check ich ins Krankenhaus ein. Dann geht ein ganz eigener und besonderer Lebensabschnitt zu Ende. 37 Wochen...

Ich komm grad von einem Plauscherl mit den MitarbeiterInnen "meiner" Apotheke. Ja, man bekommt ja zu seiner Apotheke, zu seinem Hausarzt, aber auch zu anderen Menschen eine ganz andere Beziehung als vorher. Auch in meiner Nachbarschaft bin ich nun bekannt. V.a. unter den alten Frauen, denen ich bei meinen vormittäglichen Spaziergängen so über den Weg gelaufen bin (alte Männer gehen offenbar nicht raus...?!). So viel auf der Straße angesprochen wie jetzt bin ich nur mit meinem Sohn geworden, als er noch im Babyalter war. Jede Mutter kennt das wohl.

Viel ist geschehen in dieser Zeit. Viel hab ich erfahren und viel hab ich hoffentlich nicht nur kurzfristig gelernt. Ich hoffe, ich kann einige der Lernerfahrungen mitnehmen in mein neues Leben.
Z.b. jene der Langsamkeit. Langsam ist definitv besser und hat mir sehr gut getan. Oder ein intensiveres "bei sich" sein. Es gibt ja so viel Körper und Beschränkheit in dieser Zeit - aber eben dadurch auch mehr "ich". Oder "selbst". Oder so. Ich wünsche es jedem Menschen, einmal so auf sich selbst zurückgeworfen zu sein. Und ich wünsche jedem positive Lernerfahrungen damit und v.a. auch langfristige Lernerfahrungen.
Ich hab ja eine Weile gebraucht, bis ich´s "geschnallt" habe. Dass der Körper kein Ding ist, das funktionieren muss. Schon gar nicht für irgendeinen Job. Oder andere... Der Körper gibt das Tempo vor. Wenn der seine Bedürfnisse nicht gestillt bekommt, dann kann der alles blockieren. Und du hast dich gefälligst danach zu richten. Sonst geht´s dir nur noch schlechter.
Man wird auch unheimlich verwundbar wenn man verwundet ist. Wenn die Wunden wie Löcher bis in den Knochen reichen, ist nicht nur das Fleisch offen wie ein Sieb. Man IST offen. Und ausgeliefert. Dem "Außen"... Lässt sich schwer beschreiben. Klingt vielleicht esoterisch, aber ich bin mir sicher, manche dieser Leser werden wissen was ich meine.

Na jedenfalls. Eigentlich sollte das ein Rückblick und ein Resümee werden. Aber auf den Punkt gebracht lässt sich sagen:
Macht eurem Körper keinen Stress. Hier geht es nur um Heilung und nicht um "wieder funktionieren". Vergesst "Pläne". Oder Deadlines. Überhaupt alles, wo euer Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwas "muss". Wenn´s geht, is gut, wenn nicht, dann eben später. Du kannst nichts planen. Es ist wie es ist und du musst damit leben. Und es ist gut, das mal zu erfahren.

Achteinhalb Monate... War schon lang. Aber war ok. Es ist zwar jetzt definitiv das Limit erreicht und ich freu mich schon unheimlich auf viele Dinge, die ich entbehren musste. Aber es ging.
Man darf nur nicht den Fehler machen und glauben, man kann da und da wieder arbeiten und funktionieren. Das funktioniert definitiv nicht. Das war auch so der größte Lerneffekt für mich und an dem hab ich auch am meisten Stress reingebracht. Aber inzwischen hab ich´s langsam geschnallt und ich weiß, dass ich NICHT weiß, wie es dann weitergehen wird und wie lange dann noch alles dauern wird. Das ist ja schon ein Schritt :-)

Ich werde also natürlich weiter berichten wie das so läuft. Der Blog ist zwar defintiv anders geworden als ich vorhatte (also keine reine Dokumentation), aber so ist das eben.

DU KANNST NICHTS PLANEN ;-)
ES KOMMT DEFINITIV ANDERS ALS DU GLAUBST :-)
Und : ES HAT AUCH GANZ VIEL POSITIVES POTENTIAL :-)

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Ahja, zum medizinischen Verlauf: Again: Es gab KEINERLEI Komplikationen mit Wundinfekten oder dgl. (!!!)

Vielleicht mach ich ja nochmal einen Atrikel zur Wundpflege. Ich hatte ja noch so viele Artikel vor........

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Sonntag, 22. Februar 2009

Beine korrigieren - wie geht das?

Fotoquelle: http://www.bonefixator.com/fracture_fixation/taylor_spatial_frame_1.html
Das ist der Taylor Spatial Frame, ein Gerät, das Deformitätenkorrekturen der Gliedmaßen in allen Richtungen möglich macht. Man kann Knochen verdrehen, verlängern, Knie korrigieren, komplizierte Brüche zusammenflicken.
Ich habe mich entschieden, diese Prozedur auf mich zu nehmen. Der TSF wird mittls Pins direkt im Knochen fixiert und geht rund um das Bein. Man hat also offene Wunden für die Zeit, in der man den Apparat trägt.

Bei mir wird das X-Knie um 6° korrigiert und der zu kurze Oberschenkelknochen um 3,5 cm verlängert. Das geschieht, indem der Knochen bei der OP, wo der TSF angelegt wird, durchtrennt wird, um ihn in den darauf folgenden Wochen täglich ein wenig auseinander zu "ziehen".
Dafür muss ich selbst regelmäßig an den Schrauben drehen.
Das Prozedere ist äußerst schmerzhaft und wir werden sehen, wie es mir dabei gehen wird.

Bis zu dieser Entscheidung, DASS ich es machen werde (und auch WIE), ist schon einiges geschehen und einige Zeit vergangen. Inzwischen habe ich das Krankenhaus meiner Wahl gefunden und auch einen Termin für die OP: 30. Juni 2009. Bis dahin wird noch einiges an Vorbereitungen praktischer, aber v.a. auch mentaler Art, nötig sein, dann kommt die Zeit der Umstellung und großen Veränderung... hoffentlich nur zum Besten!