Was geschah bisher:
Nach der OP
erstmal das große "Down", weil ich vorerst weniger Beugung hatte als am Schluss mit dem TSF. Da waren es 45°, nach der OP vorerst an die 30°.
Dann mühevoller Aufbau, permanentes Augenemerk auf Beugung. Wenn ich nicht gerade in der Motorschiene gelegen bin, dann hab ich das Bein aus dem Bett "hängen" lassen. Das "Hängen" sah allerdings so aus, als ob ich das Bein wegstreckte. Deshalb - und auch wegen der radikalen Reduktion meines Opiates - war die Freude am Anfang eher eingeschränkt bis gar nicht vorhanden.
Die Sorge darüber, ob das je wieder wird, war größer. "Meine" 45° hatte ich zwar nach ein paar Tagen wieder erreicht, aber weiter ging dann nichts mehr.
Ich lag täglich stundenlang in der Motorschiene, brachte mit Mühe und Not 2-3° auf der Schiene weiter und sobald ich 1 Stunde pausierte, war ich wieder unten.
Dazu kamen diese sorgenvollen Blicke und Aussagen des Physiotherapeuten, dass da offenbar was drin steckt und die Aussicht, dass ich nochmal in den OP müsste für eine Arthroskopie und Narkosemobilisation, weil nirmalerweise müssten da mind. 5° pro Woche weitergehen.
Zu Hause
ging das dann erstmal so weiter. Keine großen Erfolge, dazu Schlafstörungen (bzw. hab ich fast gar nicht schlafen können) - aber psychisch ging es dann steil bergauf. Die Medikamente hab ich dann relativ rasch ganz abgesetzt, das hat gewirkt :-)
In den ersten 4 Wochen zu Hause ausschließliche Konzentration auf Flexion und Mobilisierung bzw. auch Seelenpflege. Tägliche Übungen, dazu Spaziergänge im aufblühenden Frühling.
Und dann schließlich, so 4 Wochen nach der OP hat es bei mir dann sowas wie einen "Durchbruch" gegeben. Der "Knopf", den ich in der Kniekehle hatte und weswegen ich auch schon den nächsten OP-Termin für den 10. Mai in der Tasche hatte, hat begonnen, sich zu lösen und ab 5 Wochen ca. sind dann jede Woche 5° dazu gekommen.
Jetzt bin ich bei guten 75°.
Krücken:
Vielleicht sind andere schneller, ich brauche sie noch wenn ich unterwegs bin. Allerdings soll ich inzwischen eh nur mehr mit einer aus dem Haus gehen und ich muss zugeben, das ist für mich ein ganz komisches Gefühl, das habe ich heute zum ersten Mal gemacht.
Zu Hause bin ich aber schon super mobil, brauche allenfalls am abend eine, wenn ich schon todmüde bin. Und ich kann das Bein nun so weit abwinkeln und anheben, dass ich unter Zuhilfenahme von mind. einer Krücke bereits abwechselnd Stiegen steigen kann!! :-)
Entgiftung und (Wieder-)Aufbau:
Zum besseren Abbau der ganzen Gifte, die ich über den langen Zeitraum zu mir genommen habe, habe ich mir in der Apotheke "Algentabletten" einreden lassen. Die nehme ich jetzt seit 3 Wochen und stelle nun aber um auf eine speziell auf mich abgestimmte Kräutertinktur und Homöopathie. Durch die Algentabletten habe eine ganz komische Verdauung, die weckt mich spätestens um 04.30/05.00 Uhr auf und ich muss bis 08.00 Uhr mind. 2-3 Mal aufs Klo (meistens schlafe ich dann eben gar nicht mehr ein und um 06.30 Uhr muss ich sowieso aufstehen). Ich sollte 6 Stück/Tag nehmen, habe nur 5 genommen und werde es jetzt mal mit 3 probieren, dazu die Tinktur, die ich seit gestern habe und die Globuli.
Arbeiten:
Es ist jetzt die dritte Woche zurück in der Arbeit. Wobei wir in der 2. Woche gerade ein langes 4-tägiges Wochenende hatten. Da war ich so platt, dass ich 4 Tage gar nicht aufgekommen bin. Ich hab auch keine Übungen gemacht in der Zeit. Nun, in der 3. Woche arbeite ich noch immer hauptsächlich zu Hause. Es geht nun aber wöchentlich merklich bergauf, ich mache gerade richtig große "Schübe".
Nächste Aussichten:
Am 15. Juni habe ich Kontrolltermin im Krankenhaus. Leider habe ich dort nach der OP eine Fehlinformation bekommen oder die haben das schlichtweg vergessen: Es wurde mir gesagt, dass die sich um den Reha-Antrag kümmern, weil es dort 2km weiter eine Rehastation gibt, mit der sie zusammenarbeiten.
Nachdem ich jetzt nichts mehr gehört habe, habe ich auf Nachfrage bei meinem Arzt nun erfahren, dass ich mich doch selber kümmern soll und da die auf Monate ausgebucht sind, bekomme ich frühestens ab 10. August einen Termin. Das wäre dann 5 Monate nach der Abnahme >(
Ich bin aber auf der Warteliste ab Anfang Juli und das heißt:
Daumen halten! :-)
Verlaufsprotokoll meiner Beinkorrektur im linken Oberschenkel in mehreren Achsen: Geradestellung des X-Knies um 6° plus Beinverlängerung am Oberschenkel um 3,5 cm. Wie geht das: Mit dem Taylor Spatial Frame = externer Ringfixateur, der mehrdimensionale Korrekturen graduell ermöglicht. OP: 30.Juni 2009, Abnahme: 15. März 2010 = 37 Wochen. Drehtage netto: 44. Fragen und Rückmeldungen gerne an beinkorrektur@gmx-topmail.de
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Donnerstag, 20. Mai 2010
Samstag, 8. Mai 2010
Wiedereinstieg und Fort-Schritte am Bein
Es ist Samstag und seit Montag bin ich wieder beruflich im Einsatz.
Ich war zwar nur zweimal auf Besprechungen im Büro und einmal bei einem Vernetzungstreffen, aber so als Resümee dieser Woche kann ich nur sagen: müdemüdemüdemüde...
Ich musste jeden Tag mal irgendwohin, sei es Physio, Arzt oder Büro oder auch 2 Sachen auf einmal. Auch wenn dafür oft nicht mehr als 3 oder maximal 4 Stunden nötig waren, so hat mich das körperlich doch sehr viel Kraft gekostet. Spätestens um 14.00/15.00 Uhr war ich streichfähig. Ein regelrechter "Gatsch auf der Couch"...
Die Abnahme-OP ist nun zwar fast 8 Wochen her, aber dieser Wiederaufbau dauert halt schon, wenn man so lange beeinträchtigt war.
Good News von meinem Bein und dem Onkel Doktor:
Nachdem mein Bein nun auf guten 65° Beugung ist, gibt es auch eine Planänderung bzgl. der geplanten Narkosemobilisation (die war ja ursprünlgich für den 10. Mai anberaumt und wurde dann von mir zugunsten des Wiedereinstiegs hintangestellt):
Nach telefonischer Rücksprache (und Durchgabe meiner Fortschritte) haben wir nun für den 15. Juni einen regulären Kontrolltermin in der Ambulanz vereinbart und schauen da nochmal, wie weit ich bis dahin komme. Nachdem bis dorthin noch ein paar Wochen ins Land ziehen, bin ich guter Dinge, dass wir diese OP gar nicht mehr brauchen werden :-)
Ich war zwar nur zweimal auf Besprechungen im Büro und einmal bei einem Vernetzungstreffen, aber so als Resümee dieser Woche kann ich nur sagen: müdemüdemüdemüde...
Ich musste jeden Tag mal irgendwohin, sei es Physio, Arzt oder Büro oder auch 2 Sachen auf einmal. Auch wenn dafür oft nicht mehr als 3 oder maximal 4 Stunden nötig waren, so hat mich das körperlich doch sehr viel Kraft gekostet. Spätestens um 14.00/15.00 Uhr war ich streichfähig. Ein regelrechter "Gatsch auf der Couch"...
Die Abnahme-OP ist nun zwar fast 8 Wochen her, aber dieser Wiederaufbau dauert halt schon, wenn man so lange beeinträchtigt war.
Good News von meinem Bein und dem Onkel Doktor:
Nachdem mein Bein nun auf guten 65° Beugung ist, gibt es auch eine Planänderung bzgl. der geplanten Narkosemobilisation (die war ja ursprünlgich für den 10. Mai anberaumt und wurde dann von mir zugunsten des Wiedereinstiegs hintangestellt):
Nach telefonischer Rücksprache (und Durchgabe meiner Fortschritte) haben wir nun für den 15. Juni einen regulären Kontrolltermin in der Ambulanz vereinbart und schauen da nochmal, wie weit ich bis dahin komme. Nachdem bis dorthin noch ein paar Wochen ins Land ziehen, bin ich guter Dinge, dass wir diese OP gar nicht mehr brauchen werden :-)
Freitag, 30. April 2010
Planänderung: Wiedereinstieg
Es gibt eine Planänderung:
Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, die für den 10. Mai geplante Arthroskopie und Narkosemobilisation nach Rücksprache mit meinem Arzt und meiner Physiotherapeutin vorerst zu verschieben auf mind. Mitte Juni und stattdessen inzwischen mal mein berufliches Comeback zu machen.
Ich habe mit meiner Firma ausgemacht, dass ich ab diesem Montag, 3. Mai wieder einsteige. Allerdings zu folgenden Konditionen: Alles, was sich am PC und Telefon erledigen lässt, mache ich zu Hause und komme nur für persönliche Termine ins Büro und auf externe Einsätze (z.b. Vortragstätigkeiten usw.). Da ich auch noch eine Menge Überstunden und Urlaub ausständig habe, werde ich versuchen, "langsam" wieder einzusteigen. Ob mir das gelingen wird, werden wir noch sehen :D
Aber es wird eh nur gehen, was geht. Ich habe bereits letzten Dienstag, nach 3 Stunden wirklich netten Besprechungen im Büro schon gemerkt, dass ich mich da eh nach meinem Körper richten muss. Ich war danach so erledigt, dass mich ein Freund mit dem Auto nach Hause fahren musste.
Mein Allgemeinzustand ist im Moment so, dass es mir geistig-mental absolut super geht :-) Einzig körperlich muss ich noch aufbauen, da sich das Knie nur beschränkt abbiegen lässt und schmerzt und auch die Muskeln im OS und Knie noch mehr als ausbaufähig sind. Ich ermüde auch noch relativ rasch, v.a. wenn ich auswärts unterwegs bin. Also ist anfangs ohnehin nur möglich, entweder Büro ODER Physio an einem Tag. Das wird sich in den nächsten Wochen alles weisen, es wird mit der Zeit auch sicher besser werden und auf jeden Fall freue ich mich jetzt wieder auf alles :-)
Ich habe mich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, die für den 10. Mai geplante Arthroskopie und Narkosemobilisation nach Rücksprache mit meinem Arzt und meiner Physiotherapeutin vorerst zu verschieben auf mind. Mitte Juni und stattdessen inzwischen mal mein berufliches Comeback zu machen.
Ich habe mit meiner Firma ausgemacht, dass ich ab diesem Montag, 3. Mai wieder einsteige. Allerdings zu folgenden Konditionen: Alles, was sich am PC und Telefon erledigen lässt, mache ich zu Hause und komme nur für persönliche Termine ins Büro und auf externe Einsätze (z.b. Vortragstätigkeiten usw.). Da ich auch noch eine Menge Überstunden und Urlaub ausständig habe, werde ich versuchen, "langsam" wieder einzusteigen. Ob mir das gelingen wird, werden wir noch sehen :D
Aber es wird eh nur gehen, was geht. Ich habe bereits letzten Dienstag, nach 3 Stunden wirklich netten Besprechungen im Büro schon gemerkt, dass ich mich da eh nach meinem Körper richten muss. Ich war danach so erledigt, dass mich ein Freund mit dem Auto nach Hause fahren musste.
Mein Allgemeinzustand ist im Moment so, dass es mir geistig-mental absolut super geht :-) Einzig körperlich muss ich noch aufbauen, da sich das Knie nur beschränkt abbiegen lässt und schmerzt und auch die Muskeln im OS und Knie noch mehr als ausbaufähig sind. Ich ermüde auch noch relativ rasch, v.a. wenn ich auswärts unterwegs bin. Also ist anfangs ohnehin nur möglich, entweder Büro ODER Physio an einem Tag. Das wird sich in den nächsten Wochen alles weisen, es wird mit der Zeit auch sicher besser werden und auf jeden Fall freue ich mich jetzt wieder auf alles :-)
Sonntag, 11. April 2010
Status Quo und Next Steps
Es ist jetzt 5 Wochen nach der OP, seit 3 Wochen bin ich zu Hause.
Was hat sich inzwischen getan:
Die Medikamente sind nun bis auf ein entzündungshemmendes Präparat am Abend abgesetzt.
Mein Allgemeinzustand:
Mein Allgemein- und Gefühlszustand hat sich merklich verbessert. Meine Grundstimmung ist jetzt positiv "heiter", ich bin nicht mehr so labil und leicht erreg- und reizbar. Das lag eindeutig an den Medikamenten und diesen Zustand bin ich nun wohl endlich los :-) Auch zur Freude meiner Familie ;-)
Ich gehe auch fast jeden Tag raus und spazieren. Das tut nicht nur dem Bein, sondern auch der Seele gut, der Frühling tut sein übriges und die Farbe kommt so auch ins Gesicht zurück.
Knie:
Ich bin jetzt bei guten 50° Winkel vor, bzw. 55 (bis 60)° nach physiotherpeutischer Behandlung (2x/Woche). Mache jeden Tag viele Übungen, gehe spazieren und fahre ca. 2-3 Stunden in der Motorschiene. Dafür ist jetzt mal definitiv zu wenig weitergegangen. Rein vom Messbaren her sind wir nämlich nicht mehr als 5-10° weiter, aber die Qualität der Bewegungen und die Beweglichkeit des Knies hat sich schon deutlich verbessert. Also "gefühlt" bzw. rein subjektiv sind das mind. 10°-20° mehr...
Wundenschließung und Narbenbehandlung:
Die Wunden haben sich relativ rasch geschlossen, die "Krater" werden aber noch eine Weile so bleiben, wie es ausschaut. Ich muss nun auch die Narben behandeln. Das ist ein große Überwindung - da hinzugreifen. Aber Narbengewebe ist hart und die gehen ja quer durch den OS. Also hier heißt es massieren, draufdrücken, einschmieren, kneten usw.
Kleidung...
Ja, ich genieße es sehr, wieder etwas normaler ausschauen zu können. Kleine Einschränkung: Es passt mir halt fast nichts mehr... Neulich hab ich auch den Blick auf die Waage gewagt und es sind doch ein paar Kilos dazugekommen... Meine Beine sind zwar wunderbar schlank, aber die Mitte ist rundherum gewachsen... Muss wohl ein bisserl abnehmen, wenn ich keine neue Garderobe kaufen will ;-)
Mobilität:
Ich war nun bereits 4 mal selbständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Bus und Bim. Also mit Fix wär das wirklich allerreinstes Harakiri gewesen. Ich bin ja schon relativ gut auf den Beinen, brauche aber noch Krücken, v.a. auf weite Strecken bzw. auf der Straße. Aber ohne eine gewisse Grundstabilität wär das absolut zu vergessen. Anfangs hat´s auch mehr geschmerzt im Knie, weil die Sitze so konzipiert sind, dass die nach hinten abschüssig sind. Aber zumindest das Sitzen ist jetzt mit dem größeren Winkel schon ok. Ich nehm halt Umwege in Kauf, um nur bei End- und Großstationen umzusteigen. Da hat man mehr Zeit dafür und fällt nicht gleich um, weil die so schnell losfahren während man noch zum Platz stolpert oder mit dem Kartenautomaten rumtut... >(
+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
News zu den Next Steps:
Mein Termin am 20.4. (also heute) ist nach Rücksprache mit meinem Arzt gecancelled (wir sollten doch noch etwas zuwarten), dafür muss ich am 9. Mai wieder ins Krankenhaus. Am 10. Mai machen wir dann eine so genannte Narkosemobilisation (Abbiegen unter Narkose) und Arthroskopie, anschließend bleibe ich noch ein paar Tage zur Behandlung.
Dann sollte sich in diesem Bereich aber merklich etwas ändern.
Wenn nicht,.............???!!!
Doch das denke ich gar nicht. Bin zuversichtlich.
Was hat sich inzwischen getan:
Die Medikamente sind nun bis auf ein entzündungshemmendes Präparat am Abend abgesetzt.
Mein Allgemeinzustand:
Mein Allgemein- und Gefühlszustand hat sich merklich verbessert. Meine Grundstimmung ist jetzt positiv "heiter", ich bin nicht mehr so labil und leicht erreg- und reizbar. Das lag eindeutig an den Medikamenten und diesen Zustand bin ich nun wohl endlich los :-) Auch zur Freude meiner Familie ;-)
Ich gehe auch fast jeden Tag raus und spazieren. Das tut nicht nur dem Bein, sondern auch der Seele gut, der Frühling tut sein übriges und die Farbe kommt so auch ins Gesicht zurück.
Knie:
Ich bin jetzt bei guten 50° Winkel vor, bzw. 55 (bis 60)° nach physiotherpeutischer Behandlung (2x/Woche). Mache jeden Tag viele Übungen, gehe spazieren und fahre ca. 2-3 Stunden in der Motorschiene. Dafür ist jetzt mal definitiv zu wenig weitergegangen. Rein vom Messbaren her sind wir nämlich nicht mehr als 5-10° weiter, aber die Qualität der Bewegungen und die Beweglichkeit des Knies hat sich schon deutlich verbessert. Also "gefühlt" bzw. rein subjektiv sind das mind. 10°-20° mehr...
Wundenschließung und Narbenbehandlung:
Die Wunden haben sich relativ rasch geschlossen, die "Krater" werden aber noch eine Weile so bleiben, wie es ausschaut. Ich muss nun auch die Narben behandeln. Das ist ein große Überwindung - da hinzugreifen. Aber Narbengewebe ist hart und die gehen ja quer durch den OS. Also hier heißt es massieren, draufdrücken, einschmieren, kneten usw.
Kleidung...
Ja, ich genieße es sehr, wieder etwas normaler ausschauen zu können. Kleine Einschränkung: Es passt mir halt fast nichts mehr... Neulich hab ich auch den Blick auf die Waage gewagt und es sind doch ein paar Kilos dazugekommen... Meine Beine sind zwar wunderbar schlank, aber die Mitte ist rundherum gewachsen... Muss wohl ein bisserl abnehmen, wenn ich keine neue Garderobe kaufen will ;-)
Mobilität:
Ich war nun bereits 4 mal selbständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Bus und Bim. Also mit Fix wär das wirklich allerreinstes Harakiri gewesen. Ich bin ja schon relativ gut auf den Beinen, brauche aber noch Krücken, v.a. auf weite Strecken bzw. auf der Straße. Aber ohne eine gewisse Grundstabilität wär das absolut zu vergessen. Anfangs hat´s auch mehr geschmerzt im Knie, weil die Sitze so konzipiert sind, dass die nach hinten abschüssig sind. Aber zumindest das Sitzen ist jetzt mit dem größeren Winkel schon ok. Ich nehm halt Umwege in Kauf, um nur bei End- und Großstationen umzusteigen. Da hat man mehr Zeit dafür und fällt nicht gleich um, weil die so schnell losfahren während man noch zum Platz stolpert oder mit dem Kartenautomaten rumtut... >(
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News zu den Next Steps:
Mein Termin am 20.4. (also heute) ist nach Rücksprache mit meinem Arzt gecancelled (wir sollten doch noch etwas zuwarten), dafür muss ich am 9. Mai wieder ins Krankenhaus. Am 10. Mai machen wir dann eine so genannte Narkosemobilisation (Abbiegen unter Narkose) und Arthroskopie, anschließend bleibe ich noch ein paar Tage zur Behandlung.
Dann sollte sich in diesem Bereich aber merklich etwas ändern.
Wenn nicht,.............???!!!
Doch das denke ich gar nicht. Bin zuversichtlich.
Donnerstag, 8. April 2010
Finanzielle Voraussetzungen
Bisher beiseite gelassen, sollte es doch Erwähnung finden. Einen mehrmonatigen Krankenstand inklusive finanzieller Mehrbelastung muss man sich leisten können.
In Österreich zumindest ist es so, dass Angestellte 3 Monate noch ihr altes Nettogehalt beziehen, danach jedoch nur mehr 80% des letzten Nettogehaltes von der Krankenkasse bekommen.
Dazu kommen die Mehrbelastungen für Medikamente, Physiotherapie und - wie bei mir jetzt - auch noch die Motorschiene. Bei mir wirkt sich das so aus, dass ich zwar gleich um mehr als 300 Euro weniger rausbekomme, aber dafür auch gleich um insgesamt mehr als 300 Euro mehr Fixkosten habe...! Meine Finanzsituation ähnelt nun der, die ich während meiner Abendschulzeit (mit Kind und Kegel) hatte.
Nicht eingerechnet sind hier diverse Hilfmittel, die wir in der Wohnung installiert haben (wie Haltegriffe am Klo u.dgl.) oder meine speziell von der Schwiegermuttter angefertigten Hosen sowie die Spezial-Unterhosen mit dem seitlichen Klettverschluss undundund. Rechnet man noch das Benzin für die Krankenhausfahrten und den Selbstbehalt für die Krankenhaus-Aufenthalte dazu, summiert sich das immer mehr.
Man kann das zwar schwer im Vorhinein berechnen, aber eine gewisse Rechnung sollte man auf jeden Fall anstellen.
Und vielleicht sollte man zur berechneten Mindestdauer auch gleich was draufschlagen. Ich kenne bis jetzt keinen Fall, der in der vorausgesagten Mindestzeit mit der Behandlung fertig war.
Für mich persönlich gilt trotz allem jedoch: Ich hab´s keine einzige Sekunde bereut und bin im wahrsten Sinn HEIL-froh, dass ich das machen konnte. Der Rest wird auch noch werden :-)
In Österreich zumindest ist es so, dass Angestellte 3 Monate noch ihr altes Nettogehalt beziehen, danach jedoch nur mehr 80% des letzten Nettogehaltes von der Krankenkasse bekommen.
Dazu kommen die Mehrbelastungen für Medikamente, Physiotherapie und - wie bei mir jetzt - auch noch die Motorschiene. Bei mir wirkt sich das so aus, dass ich zwar gleich um mehr als 300 Euro weniger rausbekomme, aber dafür auch gleich um insgesamt mehr als 300 Euro mehr Fixkosten habe...! Meine Finanzsituation ähnelt nun der, die ich während meiner Abendschulzeit (mit Kind und Kegel) hatte.
Nicht eingerechnet sind hier diverse Hilfmittel, die wir in der Wohnung installiert haben (wie Haltegriffe am Klo u.dgl.) oder meine speziell von der Schwiegermuttter angefertigten Hosen sowie die Spezial-Unterhosen mit dem seitlichen Klettverschluss undundund. Rechnet man noch das Benzin für die Krankenhausfahrten und den Selbstbehalt für die Krankenhaus-Aufenthalte dazu, summiert sich das immer mehr.
Man kann das zwar schwer im Vorhinein berechnen, aber eine gewisse Rechnung sollte man auf jeden Fall anstellen.
Und vielleicht sollte man zur berechneten Mindestdauer auch gleich was draufschlagen. Ich kenne bis jetzt keinen Fall, der in der vorausgesagten Mindestzeit mit der Behandlung fertig war.
Für mich persönlich gilt trotz allem jedoch: Ich hab´s keine einzige Sekunde bereut und bin im wahrsten Sinn HEIL-froh, dass ich das machen konnte. Der Rest wird auch noch werden :-)
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Mittwoch, 31. März 2010
Nach der Abnahme II - Veränderungen
Für viele stellen sich jetzt auch Fragen wie "Wie fühlt sich das an", "Wie ist geht das mit den Wunden weiter" etc.
Also das Gefühl ist natürlich sehr ungewohnt. Ich habe ca. 1 Woche gebraucht, um das Gerät rauszukriegen. Teilweise passe ich noch immer auf, dass ich nicht anstoße wenn ich mich setze, auf´s Klo gehe usw.
Schmerzen und Schmerzmittel:
Schmerzmäßig schaut´s gut aus. Es gibt keinen Grund- bzw. Wundscherz mehr. Leider beim Abbiegen und in der Motorschiene schon, aber das lässt sich regulieren. Auch ohne Medikamente ;-) Selbige wurden zwar gleich reduziert, aber ich muss weiterhin Schmerztabletten und Entzündungshemmer nehmen. Werde aber in der nächsten Zeit ein bisschen mit weiterer Reduktion "experimentieren". Das Morphiumrpäparat ist ja auch noch dabei, aber seit dem Krankenhaus auf niedrigster Dosis. Da haben wir wohl was übersehen... aber besser spät als nie ;-)
Wunden und Wundpflege:
Die Wunden fühlen sich anfangs zwar sehr ungewohnt an, aber zum Glück nicht schmerzhaft. Bei den ersten beiden Wundversorgungen bin ich in Tränen ausgebrochen (wegen der Angst und der Erinnerung), aber das spürt man auch nicht mehr. Die Wundversorgung wurde nach einer guten Woche beendet. Jetzt habe ich nicht mal mehr ein Pflaster drauf, darf und soll auch duschen :-)
Kleidung:
Am zweiten Tag nach der OP bin ich das erste Mal wieder in eine normale Hose geschlüpft. Ich ziehe bis jetzt nur leichte und elastische Stoffhosen an wegen der Wunden - und: I liiike! :-)
Auch die Klettverschluss-Unterhosen gehören der Vergangenheit an. Ich kann zwar noch nicht normal am Klo sitzen (linkes Bein weggestreckt), aber die Hose bis zum Boden lassen, daher geht das.
Schlafen:
Wie gesagt: Mein Mann getraut sich wieder neben mich, wir schlafen im selben Bett :-) Ich schlafe aber noch am Rücken mit einem Polsteraufbau unterm Knie bzw. max. auf die rechte Seite gedreht. Am Bauch bin ich bisher nur beim Therapeuten gelegen. Das ist ganz schön ungewohnt und ich bin noch total vorsichtig, mich überhaupt erst in diese Lage zu bringen...
Langsam aber sicher zieht also wieder "Zivilisation" ein in meinem Körper. Eigentlich brauch ich nur mehr die Medikamente losbekommen und das Knie richten - wenn nötig eben ein letztes Mal im OP :-)
# # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # #
Gedanken zur Schmerztherapie:
Ich war diesmal mit 4 weiteren Patientinnen im Zimmer. Allesamt 65 plus. Mit neuen Prothesen an Hüfte, Knie oder Schulter. Denen wurde also jeweils ihr ganzes Gelenk entfernt und Metall eingesetzt. Wieviel ich damals an Dosis bekommen habe, ist mir da erst bewusst geworden, weil ich live beobachten konnte, wieviel die bekommen haben. Das war einige Milligramm-Stufen drunter...!
Also das Gefühl ist natürlich sehr ungewohnt. Ich habe ca. 1 Woche gebraucht, um das Gerät rauszukriegen. Teilweise passe ich noch immer auf, dass ich nicht anstoße wenn ich mich setze, auf´s Klo gehe usw.
Schmerzen und Schmerzmittel:
Schmerzmäßig schaut´s gut aus. Es gibt keinen Grund- bzw. Wundscherz mehr. Leider beim Abbiegen und in der Motorschiene schon, aber das lässt sich regulieren. Auch ohne Medikamente ;-) Selbige wurden zwar gleich reduziert, aber ich muss weiterhin Schmerztabletten und Entzündungshemmer nehmen. Werde aber in der nächsten Zeit ein bisschen mit weiterer Reduktion "experimentieren". Das Morphiumrpäparat ist ja auch noch dabei, aber seit dem Krankenhaus auf niedrigster Dosis. Da haben wir wohl was übersehen... aber besser spät als nie ;-)
Wunden und Wundpflege:
Die Wunden fühlen sich anfangs zwar sehr ungewohnt an, aber zum Glück nicht schmerzhaft. Bei den ersten beiden Wundversorgungen bin ich in Tränen ausgebrochen (wegen der Angst und der Erinnerung), aber das spürt man auch nicht mehr. Die Wundversorgung wurde nach einer guten Woche beendet. Jetzt habe ich nicht mal mehr ein Pflaster drauf, darf und soll auch duschen :-)
Kleidung:
Am zweiten Tag nach der OP bin ich das erste Mal wieder in eine normale Hose geschlüpft. Ich ziehe bis jetzt nur leichte und elastische Stoffhosen an wegen der Wunden - und: I liiike! :-)
Auch die Klettverschluss-Unterhosen gehören der Vergangenheit an. Ich kann zwar noch nicht normal am Klo sitzen (linkes Bein weggestreckt), aber die Hose bis zum Boden lassen, daher geht das.
Schlafen:
Wie gesagt: Mein Mann getraut sich wieder neben mich, wir schlafen im selben Bett :-) Ich schlafe aber noch am Rücken mit einem Polsteraufbau unterm Knie bzw. max. auf die rechte Seite gedreht. Am Bauch bin ich bisher nur beim Therapeuten gelegen. Das ist ganz schön ungewohnt und ich bin noch total vorsichtig, mich überhaupt erst in diese Lage zu bringen...
Langsam aber sicher zieht also wieder "Zivilisation" ein in meinem Körper. Eigentlich brauch ich nur mehr die Medikamente losbekommen und das Knie richten - wenn nötig eben ein letztes Mal im OP :-)
# # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # #
Gedanken zur Schmerztherapie:
Ich war diesmal mit 4 weiteren Patientinnen im Zimmer. Allesamt 65 plus. Mit neuen Prothesen an Hüfte, Knie oder Schulter. Denen wurde also jeweils ihr ganzes Gelenk entfernt und Metall eingesetzt. Wieviel ich damals an Dosis bekommen habe, ist mir da erst bewusst geworden, weil ich live beobachten konnte, wieviel die bekommen haben. Das war einige Milligramm-Stufen drunter...!
Dienstag, 30. März 2010
Der Drehplan - so funktioniert(e) das...!
Kaum zu glauben... ich hab bis jetzt den Drehplan einbehalten ;-) Für alle Betroffenen natürlich interessant zu wissen, wie das funktioniert. Also hier gibt´s den Drehplan für die Prozedur:
Jeder "Strut" ist ein Teleskopstab bzw. Schraube, die nach diesem Plan Tag für Tag Millimeter für Millimeter weitergedreht wurde. Nicht immer jede, da ich keine reine symmetrische Korrektur bzw. Verlängerung hatte, sondern auch mein Knie hinausgedreht wurde und die Rotationsachse um ein paar Grad begradigt wurde. Die roten Striche und Zahlen bedeuten Drehpausen.
Dieses Dokument werde ich mir jedenfalls einrahmen und dann hoffentlich nie vergessen, wie viel Mut ich dafür gebraucht habe :-)

Hier sind die Struts mit der Millimeter-Skala nochmal zu sehen. 6 Wochen vor der Abnahme wurden die dann gegen "normale" Schrauben ersetzt (wie berichtet).
Jeder "Strut" ist ein TeleskopstDieses Dokument werde ich mir jedenfalls einrahmen und dann hoffentlich nie vergessen, wie viel Mut ich dafür gebraucht habe :-)

Hier sind die Struts mit der Millimeter-Skala nochmal zu sehen. 6 Wochen vor der Abnahme wurden die dann gegen "normale" Schrauben ersetzt (wie berichtet).
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