Samstag, 18. Dezember 2010

Zeit wird´s... Rückblick und weitere Entwicklungen

Schon ein Zeiterl her, der letzte Eintrag.
Ich hab schon dran gedacht, das jetzt stillzulegen. Es ist eindeutig erkennbar, dass das Leben wieder Überhand nimmt und die Beinkorrektur "läuft" halt immer mehr so mit.
Aber ein bisserl dauert´s doch noch, bis ich meinen Final Eintrag hier machen kann, es gibt ja ein Ziel und das ist zumindest noch ein paar Monate entfernt...

Also wie lief´s dann weiter nach der Reha:
Die Reha hat einen super Schub gegeben, aber so die ersten 3-4 Wochen danach waren noch die Spuren des intensiven Trainings spürbar. Ich hatte schon Angst, dass da was verhauen worden ist, aber das ist normal (und es geht auch anderen so), also alle die es betrifft: Nicht verzagen!

Es folgte aber weiteres Dranbleiben mit Aufbautraining, die Stecken hab ich aber noch immer in der Stadt gebraucht. Aber ich hab ja auch ein bisserl erschwerende Bedingungen gehabt: Alter 34/35, 10 Monate schwere Medikamente, Physio erst nach 5 Monaten, maximaler Abbau aller Muskeln, Funktionen, Organismus, aber auch: sowas wie Gewöhnung an das alles, Angst wieder rauszugehen aus dem Ganzen, wieder ins volle "Leben" müssen mit all seinen Anforderungen. Hat sicher auch mitgespielt... Ich bin halt einfach schon zu alt für den Stuff (jetzt werd ich ja 36....) ;-)))
Bis ich GANZ "ohne" unterwegs war, hat das bei mir also alles in allem 14 Monate gedauert.
Im September war´s soweit.

Training, Training, Training
Wie berichtet, sollte ich ab Herbst ins Fitnessstudio gehen... Das ist halt so GAR nicht mein Ding. Ich hab echt recherchiert und mir das angeschaut, aber allein dass man da so Riesendinger braucht und mords Ausstattung und drumherum, das passt mir nicht. Ich konnt mich einfach nicht entscheiden, da dann auch noch mindestens einen 1-Jahresvertrag abzuschließen. Also hab ich erstmal zu Hause weitergemacht, (fast) jeden Tag, und 2x Physio/Woche und in der Praxis nach der Physio auch an den Geräten trainiert.
Nachdem ich dann irgendwann wiedermal mit meiner Therapeutin über die Fitnessstudio-Sache gesprochen hab, hat sie mir sowas wie den "Sanktus" gegeben, dass ich das eigentlich eh nicht unbedingt brauche.

Warum:
  • Ich hab konsequent zu Hause meine Übungen gemacht - ohne "Ausrede"
  • 2x/Woche in der Praxis traininert
  • Mir ein Trampolin für zu Hause zugelegt - das wirkt Wunder! (Kosten: EUR 40,-)
  • Und ab Anfang November kam der Überhit dazu: RADELFAHREN!!! :-))) Und zwar 3x/Woche 12 km (je 6 ins Büro und zurück), von denen 3km nur bergauf gehen (leicht, aber doch) und 2x/Woche 18 km (weil ich 2x zusätzlich noch zum Gymnastiktraining fahre).
    Der Einstieg war ziemlich hart (körperlich sowieso und psychisch - wegen der Angst auf der Straße), aber ich hab meine neu erlangte Freiheit nach 1,5 Jahren so genossen, dass mich nicht mal Regen oder Schnee aufhalten können - außer, sie zwingen mich wirklich in die KNIE ;-))
  • Ja und nicht zu vergessen, jetzt seit ca. 1 Monat: meine "Seniorentrainings" :D:D:D
    Ich geh MO und FR in so Gymnastikkurse - super! Sind zwar hauptsächlich ältere Leut drin, aber das taugt mir total, ist für alle Muskeln, den ganzen Körper und es motiviert natürlich. Solang ich denen noch faktisch hinterherhechel, weiß ich, dass ich doch noch ein bisserl was tun muss :D:D:D

Next Steps - Nächste Ziele:
  • Jetzt ist mal Weihnachtspause, da hab ich wieder viel Zeit für mein Hometraining und: ab in den Schnee! Ich werds mal mit Langlaufen versuchen.
  • Beugungsziel war 140° mit Ende des Jahres. Da hab ich wieder eine Zeit lang ganz schön Stagnation hinnehmen müssen (7 wochen auf 110/115°), aber jetzt bin ich auch über die 125° Hürde gekommen. Also das verschiebt sich, aber Ziel ist eigentlich, volle Beugung wiedererlangen. Das heißt DehnenDehnenDehnen....
  • Next Step ist dann für mich: Endlich mit den Senioren gleich auf bzw. fitter und wieder alle Funktionen im Knie und auch Sprunggelenk erlangen und dann ab zum Zumba-Tanzen (=Gymnastik-Workout mit Musik und Funfaktor) und ab März möcht ich mit Klettern anfangen.
  • Für Sommer peile ich schließlich mein Ziel an, das auch entsprechend dokumentiert wird... ;-)

Wie schau´ ma aus:
Neulich war ich auch wieder mal in meinem guten alten Krankenhaus. Ich wollte sehen wie sich mein Knochen macht - eigentlich dachte ich tatsächlich dran, dass ich von meinem Doc den Sanktus krieg, dass ich mich noch heuer mal auf die Ski stellen kann... zumindest auf der Babypiste ;-))
Das war wohl doch ein bisserl zu ambitioniert :D:D:D So im Nachhinein wundert´s mich, dass er mich nicht lautschallend ausgelacht hat :D:D:D
Außerdem: Ich hab mich erst vor 2 Wochen beim "Seniorentraining" so übernommen, dass ich jetzt 2 Wochen außer Gefecht war weil ich SOO Fußweh hatte! Wahrscheinlich würd ich also nicht mal vom Auto zum Skilift kommen mit den schweren Skischuhen :D
Aber mei: Man kann sich die Ziele nicht hoch genug stecken! Sonst könn ma´s ja wohl gleich lassen... oder?! ;-)

Also so schau´ ma jetzt mal aus:

Aufnahmen jeweils 15.06. vs. 07.12.2010

Für die "Röntgenfans":
Hier gibt´s ein Album mit allen Röntgenaufnahmen:
http://picasaweb.google.com/faustinaverra/KnochenwachstumInRontgenbildern#


Sonntag, 8. August 2010

Reha vorbei - Status Quo - Next Steps

Soll ich den weiteren Verlauf berichten oder nicht? Immerhin sind es nun bald 5 Monate, dass mir der TSF abgenommen wurde (15.3.2010) und der Wiederaufbau zaht sich schon ein bisserl...
Aber wie immer kann ich nur betonen, dass jeder TSF und jeder Körper anders ist, jeder Verlauf, und auch die Behandlung variiert stark. Bei manchen wird schon nach 1 Monat nach dem Einbau mit Physiotherapie begonnen, bei anderen (wie bei mir) erst nach ganzen 5 Monaten usw.

Andererseits kann ich nicht oft genug betonen, dass mein medizinischer Verlauf absolut komplikationsfrei war, von der OP bis zur Abnahme. Bis auf den Zeitfaktor (ich hatte mit einer etwas früheren Abnahme gerechnet) war wirklich alles einwandfrei in Ordnung :-)

Reha
Inzwischen war ich auch auf meinem heißersehnten Rehaaufenthalt :-)
Das kam da
nn sehr plötzlich, weil ich auf der Warteliste war... Ich bekam Freitag morgen den Anruf, dass ich bereits mit darauffolgendem Donnerstag meinen Aufenthalt antreten könne. Das brachte dann zwar noch ein paar sehr stressige Tage mit sich, aber diese Reha war dann wirklich das Beste, das mir passieren konnte :-)
3 Wochen (1. - 22. Juli) intensive Therapien (5-6 Therapien/Tag, 6x/Woche), Muskeltraining, Physiotherapie,
Ruhe, nirgends hin müssen, nichts organisieren, beschaffen oder arbeiten müssen...
Täglich Wassergymnastik mit direktem Ausblick auf die umliegenden Berge(!), Sonnenliegen, Lesen, mit den Leuten unterhalten, entspannen, verarbeiten.....

Was hat´s g
ebracht
Mein Gangb
ild hat sich deutlich verbessert. Der Seemanns- und Cowboy-Gang ist weitgehend verschwunden ;-) Die Beugung ist nun auf 105° aktiv und am meisten spüre ich den Aufbau in der Alltagsbewältigung: Ich bin nicht mehr so k.o. wegen ein paar Stunden arbeiten und gestern war ich sogar das erste mal richtig shoppen. Mein Körper hat sich ja verändert (inkl. Gewichtszunahme) und damit passt mir meine Garderobe nicht mehr. Also hab ich das erste mal seit mehr als einem Jahr eine richtige Beschaffungstour absolviert... Das wär vorher absolut undenkbar gewesen!

Einschränkungen
Leider
brauche ich nach wie vor Unterstützung auf weitere Strecken - ich hab die Krücken (zuletzt war es wenigstens nur mehr eine) nun gegen Walkingstecken getauscht. Wenn ich unterwegs bin, braucht´s die leider noch immer >|
Es ist sogar so, dass ich in den ersten 2 Wochen nach der Reha ärgere Knie- und Obers
chenkelschmerzen hatte als davor - ich hab sogar wieder Tabletten genommen und Topfenwickel aufgelegt... Das liegt aber vermutlich daran, dass durch den Aufbau neue Areale im Knie aktiviert werden, die erst adaptieren und aufbauen müssen, sagt mein Therapeut. Außerdem wird das Ganze noch verstärkt durch die Umstellung. Es müssen die Knorpel, Sehnen und Bänder erst langsam umstellen und auf die neue Belastung reagieren - dort, wo vorher zu wenig belastet wurde, wird ja jetzt auf einmal belastet und umgekehrt. Es braucht halt einfach
Z E I T und G E D U L D................

Narben
Leider sind
auch die Narben nicht zu unterschätzen. Manchmal spüre ich die sehr arg. Das ist dann wie extremer Muskelkater über den ganzen Oberschenkel runter, der weh tut und bremst.
Die werden auch eigens behandelt, immmerhin gehen die quer durch alle Muskeln und Sehnen
und Narbengewebe ist sehr hart. Mir wurde auch gesagt, dass ich die noch jahrelang immer wieder spüren werde. Sehr wichtig ist auch, mind. 1x/Jahr eine Narbenentstörung machen zu lassen. Das war ein ziemliches Erlebnis auf der Reha... Das wird per Akkupunktur gemacht. Es war ziemlich arg zu sehen, was da abgeht. Manche (3 davon) gehen nämlich direkt durch einen Meridian und der Unterschied war bei der Behandlung extrem spürbar: Bei diesen 3 hat´s mich EXTREM elektrisiert! Und nach der Behandlung war nichts mehr zu spüren und mein Bein war auf einmal ganz leicht... Also da ist schon was dran... Und man darf nicht unterschätzen, dass diese Wunden ja nicht nur einmal aufgeschnitten und wieder zugemacht wurden, sondern ganze 9 Monate offen waren...! Also macht das! :-)

Arbeiten

Wie ich meinen Alltag vorher geschafft habe, weiß ich nicht mehr. Es war alles unheimlich zehrend. Daher war ich an den Wochenenden auch für nichts mehr zu gebrauchen - obwohl ich auch vorher sehr reduziert gearbeitet habe. Aber es war unheimlich zehrend...
Jetzt habe ich
das Glück, dass ich nur Di bis Do ins Büro fahren muss, den Rest kann ich extern erledigen. Das wird zumindest bis September so weitergehen und ich bin sehr froh darüber.

Ich merke aber, dass ich wieder mehr Kraft für die Alltagsbewältigung habe und auch belastbarer bin. Eine große Erleichterung!

Next Steps

Ab Herbst we
rde ich zur Fitnessstudio-Gehern! Wer hätte das jemals gedacht?! ;-)
Muskelaufbau ist nämlich ein Sch
lüsselelement für den ganzen (Wieder-)Aufbau, für den Organismus und Reduktion der Schmerzen. Das funktioniert aber nur mit mindestens 3 Mal wöchentlichem Training. Ich trainiere zwar auch zu Hause brav (fast jeden Tag), aber das braucht dann offenbar mehr und mit den Geräten geht schon ordentlich etwas weiter - also werde ich auch das auf mich nehmen ;-)
Bei der Reha habe ich erfahren, dass mich das noch mindestens 1 Jahr lang beschäftigen wird.
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Zum Glück weiß man nicht alles sooo genau im Vorhinein.
Ich zu
mindest habe mir ab einem gewissen Zeitpunkt gesagt: Ich mach´s, die Entscheidung ist gefallen und alles, was das an Konsequenzen mit sich bringt, nehme ich ab sofort in Kauf, damit werde ich umgehen.
Das heißt, das ganze
dauert schon wesentlich länger als ich mir ausgemalt habe, aber dennoch kann ich nicht oft genug betonen, dass ich

... jed
en Tag eine riesengroße Freude mit meinem neuen Bein hab :-)
... mich jeden Tag a
uf die Zukunft mit meinem neuen, gesunden Bein freue :-)
... mich jeden Tag auf meine neue, gesunde und v.a. auch fitte(!) Zukunft freue :-)
... jeden Tag froh - und auch stolz! - darüber bin dass ich´s gemacht habe :-)

Auf der Reha hab ich mich außerdem so gesund und so fit wie überhaupt noch nie in meinem Leben gefühlt(!). Und ich denke, das mit dem Fitnessstudio ist eine gute Gelegenheit, mich endlich - und v.a. erstmals - wirklich gut aufzubauen und damit auch leichter durchs Leben GEHEN zu können :-))))


Meine Kurschatten :-)


Reha-Action :-)


Noch Fragen?! ;-)

Mittwoch, 16. Juni 2010

Mein Knochenwachstum in Röntgenbildern

Direkt nach der OP am 30.06.2009

04.08.2009

08.09.2009

08.09. vs. 20.10.2009

01.12.2009

01.12.(li) vs. 28.12.2009(re)

28.12.2009(re) vs. 28.01.2010(li)
Nach Röntgenaufnahme am 28.01. Austausch der Struts in gerade Schrauben

23.02.2010 - Entscheidung zur Abnahme

Nach der Abnahme-OP am 15.03.2010

15.06.2010



Vorher - Nachher:
Genu valgum 6°, Beinverkürzung um 3,5 cm

Gerades Bein, 0° Abweichung, 3,5 cm ausgeglichen

Spatzen vom Autofahren!

Unglaublich aber wahr: Ich habe heute mächtig Spatzen vom Autofahren! Für meine deutschen Leser/innen: das ist Muskelkater!

Und zwar im ganzen Oberschenkel und Knieweh hab ich auch mehr als sonst.

Ja, mein Mann hat mich neulich wieder mal zu meinem Glück gezwungen und mich dazu gebracht, dass ich mich hinters Steuer setze. Rein vom Winkel her ist das schon möglich, ich hatte halt Schiss wegen der Kräfte, dem Knieweh beim Kuppeln usw.

Jedenfalls bin ich grad eine handvoll Mal bis jetzt gefahren und nur Mini-Strecken.
Gestern bin ich aber ganz allein bis zum Krankenhaus gefahren, hin & retour. War ein bisserl grenzwertig, ich bin heil wieder heim gekommen.

Und heute: Spatzen vom Autofahren! Soll noch einmal einer sagen, das hätt nichts mit Bewegung zu tun ;-)

Letzter Kontrolltermin - So schaut´s aus :-)

Gestern war ich bei meinem letzten "regulären" Kontrolltermin im Krankenhaus.

Nachdem ich die geplante Narkosemobilisation vom 10. Mai vorläufig zugunsten meines beruflichen Wiedereinstiegs verschoben hatte, hat sich der Termin immer weiter hinausgezögert - was letztlich super Konsequenzen hatte.

Zur Erinnerung:
  • Am 15. März ist das Teil "abgebaut" worden (so nennen die das) - das war also die Abnahme-OP. Nach 37 Wochen (!!!)
  • Dann sah es GANZ GANZ schlecht aus mit der Mobilisation.Es war anzunehmen, dass wir rein mit Physio nicht weiterkommen werden und noch eine Arthroskpopie und Narkosemobilisation (geplant für 10. Mai) brauchen werden.
  • Aus verschiedenen Gründen bin ich dann aber frühzeitig (der GKK-Chefarzt hat mich gar nicht gesund geschrieben, das musste ich dann extern erledigen) beruflich wieder eingestiegen, habe das ganze verschoben und letztendlich hat es sich doch erledigt :-)

Mein Arzt war gestern ganz begeistert und nimmt mich nun als Beispiel für andere demotivierte Patienten - hatte er mich doch als "aussichtlosen Fall" (bzgl. Wiedererlangung meiner Beweglichkeit) eingestuft, haha :D
Aber Spaß beiseite - seine Betroffenheit diesbezüglich konnte er wirklich nicht ganz vor mir verbergen :-)

Hier gibt´s ein Bild von meinem schönen neuen Knochen:


Das "Eck" sollte sich noch auswachsen, das wird schon noch dauern und ich muss aufpassen, dass mir nichts passiert - das ist doch noch eine Sollbruchstelle.
Am 28.12.2010 wieder einen Termin zum Anschauen.
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Next Steps:

Nächste Station wird der Rehaaufenthalt sein. Da das mit dem Termin beruflich jetzt schon sehr happig ist, hat mein Doc schließlich direkt dort angerufen und siehe da: auf einmal wird es möglich sein, dass ich doch noch im Juli raufkann :-)))
In den nächsten Tagen sollte ich mehr wissen.
Bitte alle ganz fest Daumen halten, dass der Termin dann auch wirklich mit dem beruflichen Timing passt. Es wär so wichtig, dass ich das machen kann und dann aber auch die Ruhe dafür habe und nicht noch "nebenbei" von der Reha aus arbeiten muss...!

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In der nächsten Zeit wird es dann einen Thread geben mit allen Röntgenbildern (jetzt hab ich alle!) und wie es mir in der Zwischenzeit gegangen ist mit dem Wiederaufbau und wie weit ich nun bin und wie es mir nun geht.
In der Diaschau rechts oben könnt ihr die Bilder schon sehen und bei Klick darauf wird man weitergeleitet zum Picasa-Webalbum.

Dienstag, 1. Juni 2010

Gute Aussichten - auf die Reha...

Soeben ist mein Antrag auf Reha bewilligt worden. Das kommt gerade richtig. Denn obwohl es mir an sich sehr gut geht und sich die meisten Leute auch darüber wundern, dass ich wieder so gut drauf bin, hatte ich gerade heute ein Tief. Weil ich doch noch etwas behindert bin, das Gehen und Mobil-sein anstrengend und manchmal auch etwas schmerzhaft ist - und meine Umwelt mir das aber gleichzeitig nicht mehr zugesteht, weil ich ja eh nur mehr mit 1 Krücke unterwegs bin und auch wieder arbeite und ja eh so gut drauf bin und alles super "läuft".
Aber nach 37 Wochen mit Fixateur zur Beinkorrektur braucht man halt doch ein bisserl länger zum Regenerieren, als wie wenn man "nur" 1, 2 Monate mal einen Ausfall hatte.

Der Termin ist zwar so gesetzt, dass das beruflich schon wieder total "happig" wird, aber die haben vor dem 10. August kein Bett frei (siehe letzter Thread). Das kam aus verschiedenen Gründen eben so. Und ich werde es aber auf jeden Fall dort machen, weil das direkt 2 km weiter von "meinem" Krankenhaus ist und mein Arzt dort auch Visite bei der Reha machen kann. Und außerdem ist es traumhaft schön :-)

Ansonsten:
Die Motorschiene wird jetzt mit Ende der Woche zurückgegeben, die Beugung ist auf 80° und ich mache jeden Tag 1 Stunde Kraft- und Dehnübungen. Und zwar morgens, bevor ich ins Büro gehe, weil ich sonst zu k.o. bin, wenn ich´s auf später verschiebe. Es ist zwar nicht leicht, diesen Wiederaufbau mit der Arbeit und dann noch den Terminen bei der Physio zu vereinbaren (es kostet ja alles Kraft und Zeit), aber es muss gehen.
Und wir stehen wieder vor einem langen Wochenende, da kann ich wieder Kraft schöpfen :-)

Donnerstag, 20. Mai 2010

9 Wochen nach der Abnahme

Was geschah bisher:

Nach der OP
erstmal das große "Down", weil ich vorerst weniger Beugung hatte als am Schluss mit dem TSF. Da waren es 45°, nach der OP vorerst an die 30°.
Dann mühevoller Aufbau, permanentes Augenemerk auf Beugung. Wenn ich nicht gerade in der Motorschiene gelegen bin, dann hab ich das Bein aus dem Bett "hängen" lassen. Das "Hängen" sah allerdings so aus, als ob ich das Bein wegstreckte. Deshalb - und auch wegen der radikalen Reduktion meines Opiates - war die Freude am Anfang eher eingeschränkt bis gar nicht vorhanden.
Die Sorge darüber, ob das je wieder wird, war größer. "Meine" 45° hatte ich zwar nach ein paar Tagen wieder erreicht, aber weiter ging dann nichts mehr.
Ich lag täglich stundenlang in der Motorschiene, brachte mit Mühe und Not 2-3° auf der Schiene weiter und sobald ich 1 Stunde pausierte, war ich wieder unten.
Dazu kamen diese sorgenvollen Blicke und Aussagen des Physiotherapeuten, dass da offenbar was drin steckt und die Aussicht, dass ich nochmal in den OP müsste für eine Arthroskopie und Narkosemobilisation, weil nirmalerweise müssten da mind. 5° pro Woche weitergehen.

Zu Hause
ging das dann erstmal so weiter. Keine großen Erfolge, dazu Schlafstörungen (bzw. hab ich fast gar nicht schlafen können) - aber psychisch ging es dann steil bergauf. Die Medikamente hab ich dann relativ rasch ganz abgesetzt, das hat gewirkt :-)
In den ersten 4 Wochen zu Hause ausschließliche Konzentration auf Flexion und Mobilisierung bzw. auch Seelenpflege. Tägliche Übungen, dazu Spaziergänge im aufblühenden Frühling.
Und dann schließlich, so 4 Wochen nach der OP hat es bei mir dann sowas wie einen "Durchbruch" gegeben. Der "Knopf", den ich in der Kniekehle hatte und weswegen ich auch schon den nächsten OP-Termin für den 10. Mai in der Tasche hatte, hat begonnen, sich zu lösen und ab 5 Wochen ca. sind dann jede Woche 5° dazu gekommen.
Jetzt bin ich bei guten 75°.

Krücken:
Vielleicht sind andere schneller, ich brauche sie noch wenn ich unterwegs bin. Allerdings soll ich inzwischen eh nur mehr mit einer aus dem Haus gehen und ich muss zugeben, das ist für mich ein ganz komisches Gefühl, das habe ich heute zum ersten Mal gemacht.
Zu Hause bin ich aber schon super mobil, brauche allenfalls am abend eine, wenn ich schon todmüde bin. Und ich kann das Bein nun so weit abwinkeln und anheben, dass ich unter Zuhilfenahme von mind. einer Krücke bereits abwechselnd Stiegen steigen kann!! :-)

Entgiftung und (Wieder-)Aufbau:
Zum besseren Abbau der ganzen Gifte, die ich über den langen Zeitraum zu mir genommen habe, habe ich mir in der Apotheke "Algentabletten" einreden lassen. Die nehme ich jetzt seit 3 Wochen und stelle nun aber um auf eine speziell auf mich abgestimmte Kräutertinktur und Homöopathie. Durch die Algentabletten habe eine ganz komische Verdauung, die weckt mich spätestens um 04.30/05.00 Uhr auf und ich muss bis 08.00 Uhr mind. 2-3 Mal aufs Klo (meistens schlafe ich dann eben gar nicht mehr ein und um 06.30 Uhr muss ich sowieso aufstehen). Ich sollte 6 Stück/Tag nehmen, habe nur 5 genommen und werde es jetzt mal mit 3 probieren, dazu die Tinktur, die ich seit gestern habe und die Globuli.

Arbeiten:
Es ist jetzt die dritte Woche zurück in der Arbeit. Wobei wir in der 2. Woche gerade ein langes 4-tägiges Wochenende hatten. Da war ich so platt, dass ich 4 Tage gar nicht aufgekommen bin. Ich hab auch keine Übungen gemacht in der Zeit. Nun, in der 3. Woche arbeite ich noch immer hauptsächlich zu Hause. Es geht nun aber wöchentlich merklich bergauf, ich mache gerade richtig große "Schübe".

Nächste Aussichten:
Am 15. Juni habe ich Kontrolltermin im Krankenhaus. Leider habe ich dort nach der OP eine Fehlinformation bekommen oder die haben das schlichtweg vergessen: Es wurde mir gesagt, dass die sich um den Reha-Antrag kümmern, weil es dort 2km weiter eine Rehastation gibt, mit der sie zusammenarbeiten.
Nachdem ich jetzt nichts mehr gehört habe, habe ich auf Nachfrage bei meinem Arzt nun erfahren, dass ich mich doch selber kümmern soll und da die auf Monate ausgebucht sind, bekomme ich frühestens ab 10. August einen Termin. Das wäre dann 5 Monate nach der Abnahme >(
Ich bin aber auf der Warteliste ab Anfang Juli und das heißt:

Daumen halten! :-)